Brand in Hamburger Hafen: Acht Verletzte – darunter ein Feuerwehrmann
Ein Feuer auf einem Frachtschiff sorgte für ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Am Nachmittag ist ein Feuer auf einem Frachtschiff in Hamburg ausgebrochen. Rund 80 Einsatzrkäfte bekämpfen das Feuer – ein Feuerwehrmann muss ins Krankenhaus.
Hamburg. Am Sonntag, 24. Mai, hat es auf einem Frachtschiff am Grevenhofkai im Bereich des Hamburger Kuhwerderhafens gebrannt. Wie die Feuerwehr Hamburg mitteilte, sei das Feuer gegen Nachmittag auf einem etwa 90 Meter langen Frachtschiff ausgebrochen. Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, stieg bereits dichter Rauch aus dem Heckbereich des Schiffes auf. Die Besatzung hatte zu diesem Zeitpunkt schon versucht, die Flammen selbst zu löschen. Das Feuer sei im Lagerbereich des Schiffes ausgebrochen.
Großaufgebot mit Feuerwehr und Rettungsdienst
Die Feuerwehr habe einen umfassenden Löschangriff mit mehreren Strahlrohren unter Atemschutz eingeleitet. Wie der Feuerwehrsprecher Patrick Schrenk beschreibt, seien parallel mehrere Einsatzabschnitte für Brandbekämpfung, Rettungsdienst und Logistik eingerichtet worden. Der Einsatzleiter habe ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungsdienst nachalarmiert. Die Wasserversorgung erfolgte unter anderem über das Feuerlöschboot „Branddirektor Westphal“. Zusätzlich hätten sich Taucher bereitgehalten, um die Einsatzkräfte abzusichern.
Acht Personen schwer verletzt
Insgesamt seien acht Personen schwer verletzt worden, berichtet Schrenk weiter. Sieben von ihnen wurden durch den Rettungsdienst Hamburg in umliegende Krankenhäuser transportiert. Besonders tragisch: Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löschmaßnahmen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Person konnte direkt vor Ort behandelt werden.
Nach etwa drei Stunden hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Laut Feuerwehr Hamburg hätten umfangreiche Nachlöscharbeiten und Kontrollen des Brandbereiches stattgefunden. Die abschließenden Messungen ergaben keine kritischen Temperaturen mehr im betroffenen Bereich.
Rund 80 Menschen im Einsatz
Insgesamt waren die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst Hamburg mit rund 80 Einsatzkräften etwa drei Stunden im Einsatz für Hamburg. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die Polizei Hamburg hat noch am Nachmittag Ermittlungen aufgenommen. (pm/dh)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.