Ein Großmeister in Altkloster und Erinnerungen an einen Weltrekord
Bundestrainer Jan Gustafsson trat gegen 19 Spieler des Schachclubs gleichzeitig an und gewann eindeutig. Foto: Verein (nomo)
Seit 40 Jahren gibt es die Schachfreunde Buxtehude inzwischen. Der Geburtstag wurde mit einem besonderen Gast und großem Programm gebührend gefeiert.
Höhepunkt war der Besuch von Bundestrainer und Schachgroßmeister Jan Gustafsson, der ein Simultanturnier gegen 20 Vereinsmitglieder spielte.
Gustafsson erzählte von seiner Arbeit als Bundestrainer und beantwortete Fragen aus dem Publikum. „Seine freundliche und charismatische Art - gepaart mit schachsportlicher Kompetenz - hinterließ Eindruck“, teilte der Verein mit.
Nach gut einer Stunde trat der Bundestrainer dann zeitgleich gegen 19 Vereinsmitglieder an, als einziges Nicht-Vereinsmitglied wagte sich Bezirksvorsitzender Michael Nannt an das Duell mit Gustafsson.
Gut drei Stunden dauerte es, bis die letzten Partien entschieden waren. Das Ergebnis war eindeutig: Von 20 Punkten gingen 17,5 an den Großmeister – immerhin 2,5 Punkte konnten die Schachfreunde für sich verbuchen. Zu den glücklichen Gewinnern gehörten Jan Kröger und Deniz Korkmaz, Jörg Steinbrenner schaffte ein Remis. Jan Gustafsson betonte, dass es trotz der vielen gewonnenen Partien ein hartes Stück Arbeit für ihn gewesen sei.
Weitere Ehrengästen waren dabei
Der Erste Stadtrat Ralf Dessel vertrat die Stadt Buxtehude. Der Niedersächsische Schachverband (NSV) war vertreten durch Sportdirektor Dirk Rütemann sowie Michael Nannt, dem Vorsitzenden des Schachbezirks IV. Der Stader SV schickte seinen Vorsitzenden Bernd Micheel.

Alles hergerichtet für den 40. Geburtstag. Foto: Verein (nomo)
Die neu eingerichteten Räumlichkeiten in der Begegnungsstätte Altkloster boten den passenden Rahmen für das Jubiläum.
Rückblick auf die Geschichte
Der 1. Vorsitzende Ralf Schöngart berichtete aus der vierzigjährigen Vereinsgeschichte und erinnerte an 1986, als 16 Gründungsmitglieder die „Schachfreunde Buxtehude e.V.“ eintragen ließen.
Der Verein fand guten Zulauf, die Mitgliederzahlen stiegen. Vor einigen Jahren wurde mit 75 Mitgliedern ein Rekord erreicht. Aktuell hat sich die Zahl bei 62 Mitgliedern stabilisiert.
Weiterhin erinnerte Schöngart an die Höhepunkte des Vereinslebens. Da waren zum Beispiel das „Lebendige Schach“, als im Jahr 1988 Politiker gegen Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Buxtehude antraten – alle als Schachfiguren kostümiert.
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1991 gab es den legendären Weltrekord im Simultanschach, der in der Buxtehuder Fußgängerzone ausgetragen wurde und dem Verein einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde bescherte.
Unvergessen sind auch die Mitternachtsblitzturniere in den 1990er Jahren.
Die Stadt Buxtehude stellt seit fast 25 Jahren die Räumlichkeiten für die Spielabende stellt, ohne dafür Entgelt zu verlangen. Ralf Dessel betonte, die Schachfreunde seien eine Bereicherung für die ehrenamtliche Kultur in Buxtehude.
Verleihung der Verbandsnadeln
Dirk Rütemann das ehrenamtliche Engagement der Schachfreunde Buxtehude. Auch Michael Nannt berichtete für den Schachbezirk IV, die SF Buxtehude würden zu den vier mitgliederstärksten Vereinen im Bezirk gehören.
Schöngart zeichnete sodann ausgewählte Schachfreunde mit der silbernen oder goldenen Verbandsnadel des NSV aus. Ausgezeichnet wurden Jörg Supplieth, Stefan Lehmkuhl und Jürg Steinbrenner mit der goldenen Verbandsnadel für 40 Jahre Mitgliedschaft.
Stefan Klein bekam die silberne Verbandsnadel für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft.
Weitere Informationen unter: https://www.sfbux.de
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