Horneburger Grüne treten mit frischen Gesichtern an
Herman van Diepen, Jennifer Schröder, Ulrike Mewes, Tim Friederichs, Jasmina Rüdiger, Ina Ecks, Kay Angels, Ronald Farcke, Verena Wein-Wilke, Alexandra Sadelfeld, Franziska Hertig, Nico Albrecht, Jan-Niklas Garbers. Foto: Barnes
Klimaschutz mitdenken, Vereine stärken, Baulücken schließen: Die Grünen setzen im Wahlkampf auf vielfältige Themen und etliche neue Namen. Eine Gemeinde bereitet der Partei Sorgen.
Horneburg. Der Horneburger Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen hat seine Kandidatinnen und Kandidaten für die anstehenden Kommunalwahlen verkündet. Für alle Räte sowohl der Samtgemeinde als auch der fünf Mitgliedsgemeinden hat die Partei Kandidatinnen und Kandidaten gefunden - darunter neben alten Bekannten auch etliche neue Gesichter.
Für den Samtgemeinderat fanden sich insgesamt zehn Kandidaten. Auf den ersten beiden Plätzen treten Verena Wein-Wilke (Platz 1) und Tim Friederichs (Platz 2) an. Seit 2021 bildete das Duo bereits die Fraktionsspitze im Samtgemeinderat, die 71-jährige Wein-Wilke mischt bereits seit 25 Jahren in der Horneburger Lokalpolitik mit.
Viele neue Kandidaten für die Mitgliedsgemeinden
Fünf der zehn Samtgemeinde-Kandidaten sind neue Gesichter: Jennifer Schröder (37, Versicherungskauffrau), Kay Angel (47, Diplom-Wirtschaftsingenieur), Holger Endres (60, IT-Infrastrukturarchitekt), Nico Albrecht (41, Lehrer) und Ronald Farcke (67, Maschinenbautechniker).
Ebenfalls für den Samtgemeinderat haben sich wieder Jan-Niklas Garbers (31, Ingenieur), Herman van Diepen (75, Energieberater) und Martin-Friedrich Dickner (52, Versicherungskaufmann) aufstellen lassen.

Herman van Diepen, Jennifer Schröder, Ulrike Mewes, Tim Friederichs, Jasmina Rüdiger, Ina Ecks, Kay Angels, Ronald Farcke, Verena Wein-Wilke, Alexandra Sadelfeld, Franziska Hertig, Nico Albrecht, Jan-Niklas Garbers. Foto: Barnes
Für den Agathenburger Gemeinderat setzen die Grünen auf zwei Kandidaten. Neu auf der Liste steht Ulrike Mewing (60, Pflegekraft), Jan-Niklas Garbers tritt erneut an.
In Bliedersdorf stehen drei der vier Kandidaten erstmals auf dem Wahlzettel. Nico Albrecht führt die Liste an, gefolgt von Herman van Diepen. Holger Endres (Platz 3) und Ronald Farcke (Platz 4) kandidieren neben dem Samtgemeinderat ebenfalls für ihre Gemeinde.
Nur ein Kandidat in Dollern
Ebenfalls vier Grünen-Kandidaten wollen zukünftig im Nottensdorfer Gemeinderat mitmischen. Alexandra Sadelfeld (Platz 1) vertritt bereits seit 2021 die grünen Interessen. Erstmals aufstellen lassen haben sich Franziska Hertig (33, Head of Customer Operations), Lukas Oberbeck (42, Software-Ingenieur) und Kay Angel (Platz 4).
T Frauenschwund: Dollerner Grünen-Politikerin wirft das Handtuch
Als einziger Kandidat für den Dollerner Gemeinderat steht Martin Dickner (52, Versicherungskaufmann) auf dem Wahlzettel. Dickner rückte bereits 2023 für die ausgeschiedene Jacqueline Gerken nach.
Gute Kandidatensuche, Dollern bleibt „Achillesferse“
„Die Kandidatensuche lief ziemlich gut“, sagt Verena Wein-Wilke. Die Grünen konnten einige Neue über das frisch gegründete politische Frauenforum im Mehrgenerationenhaus gewinnen.
Auch bei der Bunten Runde, einem regelmäßigen Gesprächsformat der Horneburger Grünen, sei man mit Interessierten ins Gespräch gekommen. Einziger Wermutstropfen bleibt die magere Kandidaten-Ausbeute für den Dollerner Gemeinderat. „Dollern ist unsere Achillesferse“, sagt Wein-Wilke.
Grüne setzen auf mehr Klimaschutz und fairen Verkehr
In ihrem Wahlprogramm setzen die Horneburger Grünen auf einen breiten Themenmix. Klimaschutz soll bei Entscheidungen frühzeitig mitgedacht werden, außerdem sollen Biodiversität und Artenvielfalt etwa bei Grünflächen gestärkt werden.
Im Sozialbereich wollen die Grünen vorausschauend und ausreichend Kita- und Schulplätze anbieten, Ortsvereine sollen stärker unterstützt werden.
Beim Wohnraum priorisieren die Grünen die Innenentwicklung etwa durch vorhandene Potenziale im Altbestand sowie offene Baulücken anstatt neuer Baugebiete.
Den Straßenverkehr in der Samtgemeinde wollen die Grünen mit Hilfe von Verkehrskonzepten fair für alle Verkehrsteilnehmer gestalten.
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