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Korpatsch „super happy“ nach Sieg beim Heimturnier

Tamara Korpatsch ballt im Finale in Hamburg die Faust nach einem Spielgewinn

Tamara Korpatsch ballt im Finale in Hamburg die Faust nach einem Spielgewinn Foto: Markus Tischler/dpa

Der Triumph beim WTA-Turnier in Hamburg markiert das Ende einer langen Leidenszeit für Tamara Korpatsch. Der Veranstalter zieht eine positive Bilanz - vor allem mit Blick auf ein neues Event.

Von dpa 27.07.2026, 05:35 Uhr

Hamburg. Am letzten Tag der Hamburg Ladies Open zeigte sich das Wetter in Hamburg von seiner ungemütlichen Seite. Doch der graue Himmel über dem Tennisstadion am Rothenbaum tat der ausgelassenen Stimmung auf dem Centre Court keinen Abbruch. 

Gefeiert wurde Tamara Korpatsch, die soeben den Titel bei dem WTA-250er-Turnier in ihrer Heimatstadt gewonnen und sich damit nicht nur für eine starke Turnierwoche belohnt hatte. Dieser ist auch der vorläufige Schlusspunkt einer schwierigen Phase in Karriere.

Korpatsch: „Super happy“

So hatte Korpatsch 2023 ihren ersten Titel auf der WTA-Tour gewonnen, wurde danach aber von Verletzungen gestoppt und fiel in der Weltrangliste auf Rang 200 zurück. Zu Beginn dieser Woche wird sie nun nach dem 6:3, 6:3-Triumph über Bondar sogar unter den Top 50 stehen - und so gut platziert war die 31-Jährige noch nie. 

Dementsprechend emotional reagierte die 31-Jährige nach dem Match. „Ich bin super happy. Mein Heimspiel zu gewinnen, in Hamburg, in meinem Club, vor meiner Haustür, bedeutet mir sehr viel.“ 

Korpatsch schlägt den Ball im Finale.

Korpatsch schlägt den Ball im Finale. Foto: Markus Tischler/dpa

Dabei habe es viele Faktoren gegeben, die gegen einen Sieg gegen Bondar sprachen, erzählte Korpatsch. Selbst über ihr Outfit habe sie sich Gedanken gemacht und erklärte: „Das habe ich dann komplett gewechselt.“ Zudem sei sie auf ein Dreisatz-Match gefasst gewesen. „Deshalb wollte ich das Spiel beim 5:3 im zweiten Satz unbedingt machen. Da habe ich dann richtig Druck gemacht.“

Gleich mit dem ersten Matchball entschied sie das Spiel dann auch für sich. Der Lohn nebst 250 Weltranglisten-Punkten und 32.520 Euro Preisgeld: Sie ist in die Fußstapfen von Steffi Graf getreten, die 1992 als letzte deutsche Spielerin in der Elbmetropole triumphiert hatte.

Veranstalter ziehen Bilanz

Turnierdirektorin Sandra Reichel zog unterdessen ungeachtet des Erfolgs von Korpatsch ein positives Fazit der acht Tage. So standen am Rothenbaum zwar die Profispielerinnen im Mittelpunkt, es fanden aber auch die ersten Hamburg Wheelchair Open statt. 

Zwar hielt sich das Zuschauerinteresse trotz einer Topbesetzung in Grenzen, Reichel aber stellte fest. „Dieses neue Format des Combined Events hat sich aus unserer Sicht komplett bewährt. Das Feedback von allen Seiten und die Qualität der Matches waren herausragend.“ 

Daher soll es auch im kommenden Jahr wieder Rollstuhltennis am Rothenbaum geben. Offen ist allerdings der Termin des Turniers. Zudem endet der Vertrag mit dem Sponsor MSC. 

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