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Industrie

Mehr Produktion, mehr Umsatz: Pharmabranche legt kräftig zu

Die Pharmabranche hat 2025 gute Geschäfte gemacht (Archivbild)

Die Pharmabranche hat 2025 gute Geschäfte gemacht (Archivbild) Foto: Silas Stein/dpa

Die Pharmaindustrie zählt zu den wenigen Branchen, die der Konjunkturflaute in Deutschland trotzen. Neue Zahlen zeigen, wie stark die Herstellung 2025 wuchs - trotz des Zollstreits mit Donald Trump.

Von dpa Donnerstag, 26.02.2026, 10:25 Uhr

Frankfurt/Main. Die deutsche Pharmabranche hat trotz des Handelsstreits mit den USA deutlich zugelegt. Im vergangenen Jahr stieg die Produktion kräftig um 4,5 Prozent zum Vorjahr, wie der Branchenverband VCI in Frankfurt mitteilte. Der Umsatz kletterte zugleich um 5,5 Prozent dank leicht steigender Preise. Damit fallen die Zahlen noch besser aus als Ende 2025 geschätzt. „Das Auslandsgeschäft blieb trotz der Zollstreitigkeiten und unruhigen Handelsbeziehungen auf hohem Niveau stabil“, hieß es. 

Die Pharmabranche ist seit Jahren robust trotz Wirtschaftskrise, denn ihr Geschäft ist wenig konjunkturabhängig. Anfang vergangenen Jahres profitierte sie zudem von Vorzieheffekten, da Unternehmen angesichts drohender US-Zölle noch schnell massenhaft Arzneien über den Atlantik schickten. 

Sinkende Nachfrage im Inland

Zuletzt hätten die Unsicherheiten zugenommen, erklärte der VCI, der rund 2.000 Unternehmen aus der Chemie- und Pharmabranche vertritt. Die Bestellungen aus dem Inland seien in den vergangenen Monaten gesunken. Zugleich steige der Druck durch Importe aus Asien. Dagegen blieben die Exporterwartungen zu Jahresbeginn positiv.

Mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes erzielt die Branche laut der Angaben im Export. Allein ein Viertel der Ausfuhren geht in die USA. „Die Unsicherheiten im US-Geschäft bleiben jedoch hoch: Pharmazölle stehen weiterhin im Raum. Sollten sie kommen, hätte dies gravierende Folgen“, warnte der VCI.

Zuletzt ist die Unsicherheit über Zölle auch in der Pharmabranche gestiegen: Das oberste Gericht der USA hat es Präsident Donald Trump untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus den 1970er Jahren Zölle gegen Handelspartner weltweit zu verhängen. Daher ist unklar, welche Regeln künftig gelten. 

Das EU-Parlament legte in der Folge die Umsetzung des Zollabkommens zwischen Brüssel und Washington von Sommer 2025 auf Eis, damit steht die zentrale Zollobergrenze von 15 Prozent auch auf Pharma-Importe in die USA infrage. Nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) sind pharmazeutische Produkte bislang von Zöllen ausgenommen.

Die Nachfrage nach Medikamenten ist weitgehend unabhängig von Konjunkturschwankungen (Archivbild)

Die Nachfrage nach Medikamenten ist weitgehend unabhängig von Konjunkturschwankungen (Archivbild) Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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