Millionen schwimmen in Kehdinger Welle: Land fördert Hallenbad-Neubau
Die Gemeinde Drochtersen erhält nach vielen gescheiterten Versuchen Fördergelder für einen Neubau der Kehdinger Welle. Foto: privat
Das Hallenbad in Drochtersen muss dringend neu gebaut werden. Jahrelang scheiterten die Versuche, dafür Fördermittel zu bekommen. Jetzt gibt es gute Nachrichten.
Drochtersen/Hannover. Das Land Niedersachsen stellt für den Ersatzneubau der „Kehdinger Welle“ Fördermittel in Höhe von rund 1,46 Millionen Euro bereit, teilt die SPD-Landtagsabgeordnete Corinna Lange mit.
Die Mittel stammen aus dem Sportstätteninvestitionsprogramm 2026, das landesweit mit insgesamt 15 Millionen Euro ausgestattet ist und zwölf Projekte in Niedersachsen fördert.
„Zweite Chance verdient“
Bereits im vergangenen Jahr hatte Drochtersen einen Antrag für das Sportstätteninvestitionsprogramm gestellt - damals wurde er nicht berücksichtigt.
Diesmal konnte die Gemeinde direkt und ohne erneuten Antrag in das Programm aufgenommen werden. „Für mich war immer klar: Dieses Projekt verdient eine zweite Chance“, so Lange. Sie wisse, wie viel dieses Bad den Menschen in Kehdingen bedeute.

Corinna Lange begleitet das Projekt als Landtagsabgeordnete. Foto: Sebastian Rath
SPD-Abgeordnete machte sich selbst ein Bild
Lange hatte das Bad im Juni 2025 besucht, um sich vor Ort einen Eindruck von der Lage zu verschaffen. Der Betrieb laufe derzeit unter schwierigen Bedingungen, berichtete sie nach dem Besuch.
Anschließend begleitete die Abgeordnete das Projekt in Hannover und setzte sich dafür ein, die Bedeutung des Bades für den ländlichen Raum - für Schulen, Vereine und Familien - im weiteren Verfahren geltend zu machen. „Die ‚Kehdinger Welle‘ ist kein Luxusprojekt. Sie ist ein Ort des Lernens, der Begegnung und des Zusammenhalts“, sagt Lange.
Hallenbad ist unverzichtbar für Kinder und Vereine
Besonders für Kinder und Jugendliche sei das Hallenbad unverzichtbar. Hier lernten sie schwimmen, gewännen Sicherheit im Wasser und stärkten ihr Selbstvertrauen, betont die SPD-Politikerin.
„Wenn Kinder nicht mehr schwimmen lernen können, verlieren wir mehr als ein Gebäude - wir verlieren ein Stück Zukunft“, so Lange.
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Bürgermeister Mike Eckhoff und den Förderverein lobte Lange ausdrücklich. Die Zusammenarbeit bei der Antragstellung sei eng und vertrauensvoll gewesen. Ihr Dank gelte auch „den vielen Engagierten vor Ort, die mit großer Ausdauer für dieses Bad kämpfen“.
Mit der Förderzusage ist der erste wichtige Schritt für den Neubau getan. Lange werde den Prozess weiter begleiten, „damit aus dieser Förderung eine sichere, moderne und verlässliche Zukunft für das Bad wird“. (pm/lw)
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