Feuerwehr im Dauereinsatz

Waldbrand in Südfrankreich: Hunderte Menschen fliehen

Bei einem Waldbrand in Südfrankreich sind 30 bis 40 Häuser durch die Flammen zerstört oder beschädigt worden.

Bei einem Waldbrand in Südfrankreich sind 30 bis 40 Häuser durch die Flammen zerstört oder beschädigt worden. Foto: Thibaud Moritz/AFP/dpa

Löschflugzeuge, Hubschrauber und 1.100 Feuerwehrleute kämpfen gegen einen sich rasch ausbreitenden Brand. Dutzende Häuser werden beschädigt, Verletzte gibt es bislang nicht.

Von dpa 22.07.2026, 10:15 Uhr

Cotignac. In Südfrankreich kämpfen 1.100 Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand, der sich im bergigen Hinterland nordöstlich von Marseille bereits durch 2.500 Hektar Fläche ausgebreitet hat. Die Feuerwehr ist mit Löschflugzeugen, Hubschraubern und rund 350 Fahrzeugen im Einsatz, teilte die Präfektur des Departements Var am Morgen mit. 30 bis 40 Gebäude seien durch die Flammen beschädigt worden. Die Einsatzkräfte hätten allerdings ein Übergreifen der Flammen auf hunderte weitere Häuser verhindert. Ernsthaft verletzt wurde bislang niemand.

Rund 500 evakuierte Bewohner bedrohter Ortschaften hatten die Nacht in Notunterkünften verbringen müssen. Hunderte Haushalte in der Region rund um die Orte Cotignac und Pontevès sind ohne Strom. Etliche Landstraßen wurden gesperrt, teilte die Präfektur mit. Ausgebrochen war der Brand am Dienstagmittag auf einem Feld und hatte sich dann mit rasanter Geschwindigkeit ausgedehnt, berichtete die örtliche Zeitung „Var-Matin“. 

Auch in anderen Landstrichen Frankreichs kämpft die Feuerwehr gegen Naturbrände. Für etliche Regionen gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Bei der Bekämpfung eines Brandes am Flughafen von Bordeaux kamen am Dienstag zwei Feuerwehrleute ums Leben, die in ihrem Einsatzfahrzeug von den Flammen eingeschlossen wurden.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Von Koalas und Kobolden: Wenn KI den Urlaub plant

Sie werden nie müde und kennen angeblich jeden Geheimtipp: KI-Assistenten erobern die Urlaubswelt. Die digitalen Helfer sind immer höflich und meistens hilfreich – aber manchmal auch herrlich daneben.

Hitlers Geburtshaus ist nun eine Polizeistation

1889 kam der spätere Diktator Adolf Hitler im österreichischen Braunau am Inn zur Welt. Das Gebäude wurde in der Vergangenheit immer wieder von Neonazis aufgesucht. Damit soll Schluss sein.