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Arbeitskampf

Warnstreik in der Abfallwirtschaft mehrerer Bundesländer

Beim Umweltdienstleister Veolia hat in mehreren Bundesländern ein eintägiger Warnstreik begonnen (Symbolbild).

Beim Umweltdienstleister Veolia hat in mehreren Bundesländern ein eintägiger Warnstreik begonnen (Symbolbild). Foto: Stefan Puchner/dpa

Die Gewerkschaft Verdi macht Druck für die Tarifverhandlungen beim Entsorgungsunternehmen Veolia. Die Beschäftigten der Abfallwirtschaft sollen 300 Euro pro Monat mehr erhalten.

Von dpa Montag, 09.03.2026, 08:05 Uhr

Leipzig. Beim Umweltdienstleister Veolia hat in mehreren Bundesländern ein eintägiger Warnstreik begonnen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Als Grund gab die Gewerkschaft Verdi fehlende Verhandlungsbereitschaft des Arbeitgebers in den laufenden Tarifverhandlungen an. Mit einer angebotenen Erhöhung von 45 Cent pro Stunde bleibe das Angebot nicht nur deutlich unter der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns um 1,08 Euro, sondern lasse den Abstand zwischen Tariflöhnen und gesetzlichem Mindestlohn weiter deutlich schrumpfen, hieß es.

Gewerkschaft will für Beschäftigte 300 Euro mehr im Monat

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Entgeltes um 300 Euro pro Monat und die Einführung von Erfahrungsstufen sowie Regelungen zu Erschwernis- und Schmutzzulagen. Sie strebt eine Laufzeit von zwölf Monaten an. 

Unternehmen hält Darstellung von Verdi für irreführend

Die Veolia Umweltservice Ost GmbH hält die Darstellung von Verdi für irreführend. „Wir zahlen Tariflöhne, die deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen und sich an Branchenstandards orientieren“, teilte das Unternehmen mit. „Wir suchen nach Lösungen, die fair für unsere Mitarbeitenden sind und gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens berücksichtigen.“

Arbeitgeber kündigen Gesprächsbereitschaft an

„Unsere Mitarbeitenden leisten täglich hervorragende Arbeit – oft bei Wind und Wetter, in körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten und mit großem Einsatz für eine Dienstleistung, die meist als selbstverständlich wahrgenommen wird, solange alles funktioniert. Diese Leistung verdient Anerkennung und faire Bezahlung“, erklärte Veolia-Geschäftsführer Robert Menzer. Man sei weiterhin gesprächsbereit und strebe eine faire Lösung für beide Seiten an. 

Die nächste Verhandlungsrunde ist am 23. März in Leipzig. In den vom Warnstreik betroffenen Bundesländern sind nach Angaben von Verdi 1.400 Veolia-Beschäftigte tätig.

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