Wärmeplanung im Alten Land und Horneburg: So geht es weiter
Eine Heizung wird eingestellt (Symbolbild). Foto: Sina Schuldt/dpa
Über die letzten Monate sammelten die Kommunen Erkenntnisse, um die kommunale Wärmeplanung in der Region zu skizzieren. Am 9. Juni können sich Bürger in Jork die Ergebnisse anschauen.
Jork. Vertreter der Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg sowie des Beratungsunternehmens HIC Consulting stellen interessierten Bürgern die Ergebnisse der Wärmeplanung vor und geben einen Ausblick auf das weitere Vorgehen. Außerdem gibt unter dem Motto „Wärmewende in Bürger*innenhand“ einen Impulsvortrag der Bürger-Energie-Genossenschaft Altes Land & Horneburg e.G.
Die Abschlussveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Jork, die Samtgemeinde Lühe und die Samtgemeinde Horneburg findet am Dienstag, 9. Juni, ab 18.30 Uhr in der Altländer Festhalle statt.
Die Ziele der kommunalen Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung hat sich auf die Fahne geschrieben, auszuloten, welche Versorgungsart in welchen Gebieten sinnvoll ist und wie die Wärmeversorgung in diesen Regionen klimafreundlich, wirtschaftlich und verlässlich ausgerichtet werden kann. Es wurde ermittelt, welche Versorgungsoptionen wie etwa Wärmenetze oder dezentrale Lösungen für welche Gebiete geeignet sind.
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Die kommunale Wärmeplanung ersetzt keine individuelle Beratung für einzelne Gebäude und trifft auch keine verbindliche Aussage darüber, ob und wo Wärmenetze tatsächlich umgesetzt werden, wird in der Pressemitteilung zur Veranstaltung hervorgehoben. Die Wärmeplanung schaffe nur die Grundlage für die langfristige Entwicklung der Gemeinden, ersetze aber keine individuelle Entscheidung für einzelne Haushalte. Weiteres Ziel der Planung ist die Abstimmung zwischen kommunaler Wärmeversorgung und Stromnetzplanung der Netzbetreiber.
Entwurf online zugänglich
Für die Bürger ergeben sich durch die Wärmeplanung keine neuen Rechte oder Pflichten. Verbindliche Festlegungen sind erst zu einem späteren Zeitpunkt denkbar, beispielsweise durch die mögliche Ausweisung von Wärmenetzgebieten im Rahmen gesonderter Ratsbeschlüsse. Die offizielle Auslegung des Berichtsentwurfs ist ab Ende Juni geplant. In diesem Zeitraum können Anmerkungen und Stellungnahmen abgegeben werden.
Der Entwurf der Wärmeplanung steht online zur Verfügung und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Der weitere Fahrplan sieht vor, den endgültigen Bericht im Spätsommer oder Herbst in den politischen Gremien der beteiligten Kommunen vorzustellen. Der Wärmeplan muss übrigens alle fünf Jahre fortgeschrieben werden.
Anmeldung für Abschlussveranstaltung
In der Klimaschutzregion wird künftig ein Großteil der Gebäude auf individuelle Heizungslösungen angewiesen sein. Hauseigentümern wird deshalb empfohlen, die kostenlose Beratung der Klimawerkstatt Stade und der Verbraucherzentrale zu nutzen.
Um Anmeldung zur Infoveranstaltung unter info@klimaschutz-altesland-horneburg.de wird gebeten. (iha)
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