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Praxen, Kliniken, Arzneimittel

Ärzte warnen vor „Rasenmäher“ im Gesundheitssystem

Eine medizinische Fachangestellte misst den Blutdruck einer Frau. (Symbolbild)

Eine medizinische Fachangestellte misst den Blutdruck einer Frau. (Symbolbild) Foto: Pia Bayer/dpa

Die Ärztekammer Niedersachsen sieht durch die geplanten Einsparungen die Versorgung bedroht. Den Patienten drohten noch längere Wartezeiten.

Von dpa Freitag, 05.06.2026, 12:55 Uhr

Hannover. Die vom Bund geplanten Kürzungen im Gesundheitssystem drohen nach Ansicht der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) die Versorgung deutlich zu verschlechtern. „Diese Rasenmähermethode der Bundesregierung lehnen wir ab“, sagte ÄKN-Präsidentin Marion Charlotte Renneberg.

Damit es auch zukünftig gefestigte regionale Strukturen zur Behandlung von Patientinnen und Patienten gebe, müsse der Gesetzentwurf zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge grundlegend überarbeitet werden, sagte die Ärztin. Das Gesetz sehe Einsparungen bei Praxen, Kliniken und den Herstellern von Arzneimitteln von 11,2 Milliarden Euro allein für das Jahr 2027 vor.

Der stellvertretende Präsident der Ärztekammer, Thomas Buck, warnte die aktuell geplanten Maßnahmen würden zu längeren Wartezeiten, insgesamt weniger verfügbaren Terminen und noch mehr Bürokratie führen. Man müsse damit rechnen, dass „bestehende Strukturen unkontrolliert wegbrechen“ und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte frühzeitig ihren Job aufgeben.

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