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Angestellte sehen in Homeoffice kein Problem für Karriere

Laut der Umfrage wird vor allem der Aspekt der Zeitersparnis als größter Vorteil des Homeoffice gesehen.

Laut der Umfrage wird vor allem der Aspekt der Zeitersparnis als größter Vorteil des Homeoffice gesehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Haben Angestellte bei Präsenz im Büro mehr Chancen, von den Führungskräften gesehen und auf höhere Posten gehoben zu werden? Große Sorgen machen sich darüber offenbar nur wenige Büroangestellte.

Von dpa Sonntag, 11.02.2024, 13:25 Uhr

Berlin. Viele Büroangestellte in Deutschland bewerten das Homeoffice einer neuen Studie zufolge nicht als Gefahr für ihre Karrierechancen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov nannten lediglich 6 Prozent der befragten Frauen und 13 Prozent der Männer, dass sie in Präsenzarbeit einen Vorteil für die Karrieremöglichkeiten erkennen. Bei den „positiven Effekten von Präsenzarbeit auf das Wohlbefinden“ stachen stattdessen Begegnungen mit Kollegen und Aspekte der Zusammenarbeit heraus.

Unter den Befragten besteht gleichzeitig aber die Sorge, dass Kollegen, die regelmäßig ins Büro gehen, von Führungskräften bevorzugt werden. Dieser Aussagen stimmten 27 Prozent zu. 35 Prozent stimmten nicht zu. Alle weiteren Befragten wählten die Option „neutral“.

Die Befragung zeigt zudem, dass vor allem der Aspekt der Zeitersparnis als größter Vorteil des Homeoffice gesehen wird. In einer Liste von „positiven Effekten von Homeoffice auf das Wohlbefinden“ landen der Wegfall des Arbeitswegs und zeitliche Flexibilität auf den beiden vorderen Plätzen. Weniger Kontrolle durch Kollegen und Führungskräfte gaben nur rund 20 Prozent der Befragten als positiven Effekt an. Insgesamt bewerten Frauen die Vorteile von Homeoffice höher.

Die Studie ist im Auftrag eines Zusammenschlusses namens Shift Collective entstanden. Darin arbeiten einige Unternehmensberatungen und Agenturen zusammen. Für die Umfrage hat Yougov im Mai 2023 etwas mehr als 1300 Menschen aus allen Bundesländern befragt, die im Büro arbeiten. Die Befragten mussten einen Online-Fragebogen ausfüllen. Yougov zufolge war die Umfrage repräsentativ.

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