Bericht: Liverpool wirbt um Hertha-Juwel Kennet Eichhorn
Kennet Eichhorn gilt als das begehrteste Talent im europäischen Fußball. (Archivbild) Foto: Bernd Thissen/dpa
Der FC Bayern und Borussia Dortmund bekommen im Transferpoker um den 16-jährigen Kennet Eichhorn wohl Konkurrenz vom FC Liverpool. Ein Wechsel nach England könnte aber am Brexit scheitern.
Berlin. Nach dem FC Bayern und Borussia Dortmund buhlt nun wohl auch der FC Liverpool um Herthas Ausnahmetalent Kennet Eichhorn. Wie der TV-Sender Sky berichtet, soll es bereits Gespräche zwischen dem Premier-League-Club und dem erst 16 Jahre alten Mittelfeldspieler von Hertha BSC gegeben haben. Demnach planen die Engländer, Eichhorn zu verpflichten und ihn zunächst an einen Champions-League-Verein zu verleihen.
Allerdings macht das FIFA-Regelwerk einen Wechsel fast unmöglich. Seit dem Brexit ist England nicht mehr EU-Mitglied, wodurch die Ausnahmeregelung für Jugendtransfers innerhalb der Mitgliedsländer nicht mehr greift. Ein internationaler Wechsel wäre daher grundsätzlich erst nach Vollendung des 18. Lebensjahres möglich. Eine Ausnahme könnte etwa dann gelten, wenn Eichhorns Eltern aus Gründen, die nichts mit dem Fußball zu tun haben, nach England ziehen würden.
BVB-Sportdirektor: „Wir mögen ihn“
Zuvor hatten bereits der deutsche Fußball-Rekordmeister aus München und der BVB Interesse geäußert. „Wenn du Kenny Eichhorn siehst – und der FC Bayern würde sich damit nicht beschäftigen –, dann würden wir unseren Job nicht machen“, sagte etwa Münchens Sportvorstand Max Eberl der „Bild“-Zeitung. Dortmunds Sportdirektor Ole Book erklärte: „Wir mögen ihn wie viele andere Vereine auch“.
Auch Manchester City, Real Madrid oder Bayer Leverkusen sollen an dem Teenager dran sein.
Hertha-Boss: Es gibt eine Schmerzgrenze
Dank einer Klausel kann das Mittelfeld-Juwel die Berliner in diesem Sommer verlassen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge winken dem klammen Hauptstadt-Club zehn bis zwölf Millionen Euro. „Wir würden Kenny Eichhorn gerne bei uns behalten, natürlich gibt es aber für einen Club wie Hertha Schmerzgrenzen, an denen wir nicht mehr Nein sagen können“, sagte Geschäftsführer Peter Görlich zuletzt.
Eichhorn hatte in der abgelaufenen Saison sein Profi-Debüt gefeiert, als jüngster Spieler Zweitliga-Geschichte geschrieben und sich bei Hertha als Stammspieler etabliert.