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Drei Abzocke-Beispiele

Betrüger locken mit Billig-Öl

Obwohl Heizöl-Käufe im Frühjahr eher ungewöhnlich sind, gibt es gerade immer mehr Online-Shops mit vorgetäuschten Angeboten.

Obwohl Heizöl-Käufe im Frühjahr eher ungewöhnlich sind, gibt es gerade immer mehr Online-Shops mit vorgetäuschten Angeboten. Foto: Christian Charisius/dpa

Das Geschäft mit der Krise wegen des Iran-Kriegs sprießt: Wer hier nicht aufpasst, kann sein Geld verlieren.

Von Redaktion Mittwoch, 11.03.2026, 16:35 Uhr

Der Iran-Krieg und die damit verbundenen steigenden Öl- und Gaspreise sorgen derzeit für große Verunsicherung. Die Gefahr, dass diese Situation von unseriösen Anbietern und Unternehmen ausgenutzt wird, nimmt zu. Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen vor Fakeshops für Heizöl, unzulässigen Preiserhöhungen bei Energieversorgern sowie unrechtmäßigen Forderungen von Reiseveranstaltern.

(1) Fake-Shops locken mit günstigem Heizöl

„Obwohl die Saison für den Heizölkauf im Frühjahr in der Regel vorbei ist, nehmen die Fakeshops, die Brennstoffe anbieten, derzeit zu“, erklärt Tiana Schönbohm, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale.

Die Verbraucherschützer raten: Seien Sie bei unbekannten Anbietern vorsichtig und prüfen Sie die Angebote genau. Und lassen Sie sich von professionell gestalteten Webseiten nicht blenden - „Trusted Shops Siegel“ und Angaben im Impressum können gefälscht sein. Schlimmstenfalls bleibt der Tank trotz Zahlung leer.

Die Verbraucherschützer haben einen Service eingerichtet, mit dem man Anbieter überprüfen kann. Der Fakeshop-Finder erlaubt die Eingabe des Anbieternamens und spuckt daraufhin Angaben zur Seriösität aus. Außerdem gibt es Anleitungen zum Erkennen und Melden von falschen Angeboten im Netz.

(2) Energieversorger dürfen Preisbindungen nicht umgehen

Die Weltmarktpreise für Öl und Gas steigen. Bei bestehenden Laufzeitverträgen hat das zunächst jedoch keine Auswirkungen. „Grundsätzlich gilt: Eine Preisgarantie ist bindend. Energieversorger können die Preise während der vertraglich vereinbarten Laufzeit in der Regel nicht erhöhen – auch nicht bei gestiegenen Beschaffungskosten“, sagt René Zietlow-Zahl, Experte für Energierecht bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Er rät: „Es sollten keine übereilten Entscheidungen getroffen werden. Insbesondere sollten Tarife nicht mit zu langer Laufzeit gewählt werden. Ein Jahr ist momentan angemessen.“

Wer die Mitteilung erhält, dass die Preise für Brennstoffe aufgrund der aktuellen Lage angehoben werden, sollte dies genau prüfen und sich im Zweifel beraten lassen.

(3) Reiseveranstalter verlangen Stornopauschalen

Auch bei gebuchten Pauschalreisen berichten Verbrauchen den Angaben zufolge von problematischen Forderungen. Hier gilt jedoch ein besonderer Schutz: „Können Pauschalreisen aufgrund unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstände nicht wie geplant stattfinden, können Reisende kostenfrei vom Vertrag zurücktreten“, so Tiana Schönbohm.

Aktuell sieht sie bei bestehender Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes gute Chancen, anstehende Reisen in den Osterferien jetzt kostenfrei zu stornieren. (dpa/tmn/tip)

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