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Staatsbürgerschaft

Einbürgerungsfeier im Kreishaus: 40 Neubürger erhalten Urkunden

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Landrat Kai Seefried und den Gästen der Einbürgerungsfeier.

Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit Landrat Kai Seefried und den Gästen der Einbürgerungsfeier. Foto: Landkreis Stade/Beneke

40 Frauen, Männern und Kindern aus elf Herkunftsländern ist bei einem Festakt im Stader Kreishaus die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen worden.

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Von Sabine Lohmann
Montag, 09.02.2026, 05:50 Uhr

Landkreis. Landrat Kai Seefried hat am Donnerstagabend 40 Menschen aus elf Herkunftsländern ihre Einbürgerungsurkunden überreicht. Viele kamen mit Verwandten und Bekannten zu der Veranstaltung im Kreishaus. Es war bereits die 37. Einbürgerungsfeier, die der Landkreis Stade ausgerichtet hat, teilte die Kreisverwaltung mit.

Landrat Kai Seefried führt durch die Festveranstaltung im großen Sitzungssaal des Kreishauses.

Landrat Kai Seefried führt durch die Festveranstaltung im großen Sitzungssaal des Kreishauses. Foto: Landkreis Stade/Beneke

Landrat Seefried rief die Neubürger dazu auf, sich in die Gesellschaft einzubringen. „Engagieren Sie sich hier bei uns im Landkreis Stade“, sagte der Chef der Kreisverwaltung laut Pressemitteilung. „Wir brauchen Sie – mit Ihrem Wissen, mit Ihrem Engagement, mit Ihrer Kraft können Sie entscheidend zum Gelingen unseres Gemeinwesens beitragen.“

Das zeige sich besonders im Ehrenamt – ob bei der Feuerwehr, im Sport- oder Schützenverein oder in der Kommunalpolitik. Hier sei es sehr wertvoll, wenn Menschen mit unterschiedlichen Biografien ihre ganz eigenen Perspektiven einbrächten.

Ein Bekenntnis zu gemeinsamen Werten

Die neuen Staatsbürger sind für den Landrat „ein ganz wichtiger Teil unseres Landkreises“. Die Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft sei ein Bekenntnis zu gemeinsamen Werten, so der Behördenleiter. Die Einbürgerungsfeier sende „ein Zeichen für Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“ aus. Es sei wichtig, jeden Tag für diese Rechte einzutreten – „erst recht in einer Zeit, in der unser demokratischer Rechtsstaat mitunter offen infrage gestellt wird“.

Landkreis Stade ist „ein Ort der Chancen“

Für die neuen Staatsbürger spricht Abrar Alotaibi, die 2018 aus Jordanien nach Deutschland kam.

Für die neuen Staatsbürger spricht Abrar Alotaibi, die 2018 aus Jordanien nach Deutschland kam. Foto: Landkreis Stade/Beneke

Für die neuen Staatsbürger sprach Abrar Alotaibi aus Jordanien, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die 41-Jährige kam 2018 nach Deutschland. Sie arbeitet in einem Hamburger Ingenieurbüro. Der Landkreis Stade sei für sie „ein Ort der Chancen“, hier öffne sich „ein neues Kapitel in meinem Leben“, wird die Neubürgerin zitiert.

Sie sei „stolz darauf, ein Teil der deutschen Gesellschaft zu sein“. Alotaibi sagte: „Diese Staatsbürgerschaft bedeutet für mich nicht nur Rechte. Ich möchte Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen.“

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel hält die Festrede. Sie spricht zum ersten Mal bei einer Einbürgerungsfeier in Stade.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel hält die Festrede. Sie spricht zum ersten Mal bei einer Einbürgerungsfeier in Stade. Foto: Landkreis Stade/Beneke

Die Festrede hielt die CDU-Bundestagsabgeordnete Vanessa Zobel. „Ihre Lebensgeschichten sind einmalig“, sagte sie den Neubürgern. „Das, was Sie geleistet haben, hat meinen größten Respekt. Ich hoffe, dass Sie hier im Landkreis Stade Ihren Weg gehen – mit Herz und Zuversicht.“ Ihnen werde nicht nur eine Urkunde überreicht: „Sie gehören hier dazu.“

Aufruf zu Engagement in Dorfgemeinschaften

Die neuen Staatsbürger würden auf eigenen Beinen stehen und ihr eigenes Geld verdienen wollen, so Vanessa Zobel weiter. Gerade Kinder und junge Menschen hätten in Deutschland viele Chancen.

Die Parlamentarierin forderte einen respektvollen Umgang bei Meinungsverschiedenheit. Zobel rief die Neubürger zu einem Engagement in den Dorfgemeinschaften und Vereinen auf: „Lernen Sie unsere Region kennen.“

Urkunden und Grundgesetz wurden überreicht

Die neuen Staatsbürger stammen aus Afghanistan, Bulgarien, Irak, Iran, Jordanien, Kasachstan, Kongo, Kosovo, Nordmazedonien, Polen, Serbien, Spanien, Sudan, Syrien, Togo, Türkei. Sie erhielten in dem feierlichen Rahmen ihre Urkunden und ein Grundgesetz überreicht; für die Kinder gab es zudem einen Landkreis-Teddy.

Für den musikalischen Rahmen sorgten die Musiker Rasmus Franzke, Henry Vietze und Ingolf Lienau von der Kreisjugendmusikschule Stade. Bei der Einbürgerungsfeier waren auch Mitglieder des Kreistags sowie Vertreter der Kommunen dabei. (sal)

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