„Nicht mehr hinnehmbar“

Gewerkschaft der Polizei klagt: Viele Wachen marode

Der GdP-Vorsitzende für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, berichtet von maroden Wachen und fehlender Infrastruktur. (Archivbild)

Der GdP-Vorsitzende für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, berichtet von maroden Wachen und fehlender Infrastruktur. (Archivbild) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Tropfende Decken, marode Infrastruktur, veraltete Gebäude: Die Gewerkschaft der Polizei berichtet von Frust wegen schlechter Arbeitsbedingungen - und stellt Forderungen auf.

Von dpa 26.05.2026, 01:20 Uhr

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) klagt über eine große Zahl maroder Dienststellen bei der Bundespolizei und fordert dringend eine bessere Infrastruktur. „Man kann klar sagen, dass so gut wie jede dritte Dienststelle erhebliche Mängel hat oder marode ist“, sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“. Der Zustand vieler Gebäude und Wachen sei „nicht mehr hinnehmbar“.

Es fehlten Büros, Unterkünfte oder Parkflächen für die Beschäftigten, monierte Roßkopf. „Es kann nicht sein, dass in Deutschland über moderne Sicherheitsarchitektur gesprochen wird, während Polizeibeschäftigte gleichzeitig mit Eimern unter tropfenden Decken stehen oder in völlig überalterten Gebäuden Dienst verrichten müssen.“ Sanierungen würden immer wieder verschoben, dies sorge für Frust bei den Beschäftigten.

Die GdP fordere daher Geld für Sanierungen, Neubauten und bessere Unterkünfte. „Eine moderne Bundespolizei braucht moderne Infrastruktur.“ Das sei „keine Luxusforderung, sondern eine Frage von Respekt, Motivation und letztlich auch öffentlicher Sicherheit“, sagte Roßkopf.

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