Zähl Pixel
Gesundheitspolitik

Günstigere Medikamente? Trump startet neues Regierungsportal

Trumps neue Regierungswebsite soll Amerikanern helfen, günstiger an Medikamente zu kommen.

Trumps neue Regierungswebsite soll Amerikanern helfen, günstiger an Medikamente zu kommen. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Medikamente sind in den USA oft teuer. Präsident Trump will das ändern und bringt dafür eine neue Regierungswebseite ins Spiel. Was verbirgt sich hinter dem Portal, das seinen Namen trägt?

Von dpa Freitag, 06.02.2026, 02:45 Uhr

Washington. US-Präsident Donald Trump hat den Start eines nach ihm benannten Internetportals verkündet, über das Amerikanerinnen und Amerikaner günstiger an Medikamente gelangen sollen. Die Regierungswebseite namens „TrumpRx“ verkauft die Medikamente nicht selbst, stattdessen kann man dort nach verschreibungspflichtige Arzneien suchen. Sind sie auf der Webseite gelistet, bekommt man angezeigt, wie viel man beim Kauf angeblich sparen könnte. Um diesen Preis zu erhalten, kann man sich dann etwa einen Coupon herunterladen und diesen bei kooperierenden Apotheken einreichen. Alternativ verweist das Portal auf einen Direktkauf bei den Herstellern. 

„Dutzende der am häufigsten genutzten verschreibungspflichtigen Medikamente werden für alle Verbraucher über eine neue Webseite zu drastischen Preisnachlässen erhältlich sein“, sagte Trump zum Start des Portals. Zu diesem Zeitpunkt waren dort nach Angaben des Weißen Hauses 40 Produkte gelistet – darunter Abnehmspritzen. Ob und in welchem Umfang Amerikaner dadurch in ihrem Alltag tatsächlich Geld sparen werden, ist allerdings unklar. 

Lebenshaltungskosten sind wichtiges Thema in den USA

Die USA gelten bei vielen Medikamenten als einer der teuersten Märkte der Welt. Länder in Europa oder Asien verhandeln meist zentrale Höchstpreise und regulieren die Pharmaindustrie stärker. In den USA wird seit längerem über die gestiegenen Lebenshaltungskosten diskutiert, die hohen Arzneimittelpreise sind dabei einer von vielen Aspekten. Trump sieht sich dabei mit der Kritik konfrontiert, er würde sich zu viel um außenpolitische Angelegenheiten kümmern und darüber die eigentlichen Sorgen der Menschen im Land vernachlässigen. 

Der Republikaner will die Medikamentenpreise in den USA seit Längerem senken und setzt dafür auch auf Vereinbarungen mit Pharmakonzernen. Eine Reihe von ihnen hatte bereits angekündigt, Arzneien mit Rabatt über die Plattform anzubieten. 

Wie viele Patienten durch die Nutzung des Portals tatsächlich Geld sparen werden, ist unklar. Eine Expertin sagte der „New York Times“, dass manche Patienten einen Preis fälschlich für günstig halten, aber am Ende finanziell schlechter dastehen könnten.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Abwärtstrend bei Benzinpreisen hält an

Nach wie vor ist unklar, ob der Irankrieg ein baldiges Ende findet. An den Tankstellen bewegen sich die Spritpreise dennoch langsam, aber seit einigen Tagen kontinuierlich bergab.

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin

Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen.

Filialnetz der Post hat gesetzeswidrige Lücken

Der Weg zur nächsten Postfiliale darf nicht allzu weit sein, so sieht es ein Gesetz vor. Doch mancherorts ist die Strecke länger als gedacht - oder man findet am Ort lediglich einen Automaten.

WWF: Vermieter sollen Extra-Heizkosten tragen

Noch ist unklar, was die Reform des Heizungsgesetzes für Mieter bedeutet. Denn der CO2-Preis steigt, zugleich sollen Heizungen mit fossilen Brennstoffen weiter betrieben werden können.