Zähl Pixel
Insolvent

Hemdenhersteller Eterna am Ende -Rettung gescheitert

Das Traditionsunternehmen ist insolvent. (Archivbild)

Das Traditionsunternehmen ist insolvent. (Archivbild) Foto: Carsten Hoefer/dpa

Eterna-Hemden und Blusen hängen in zahllosen deutschen Kleiderschränken. Nach 163 Jahren ist das Traditionsunternehmen am Ende.

Von dpa Dienstag, 03.03.2026, 16:50 Uhr

Passau. Einer der bekanntesten deutschen Hemden- und Blusenhersteller ist am Ende: Nach 163 Jahren wird das insolvente Unternehmen Eterna in Passau seinen Betrieb im Sommer einstellen, wie die Geschäftsführung mitteilte. In den vergangenen Monaten fand sich kein Käufer, der den in Schieflage geratenen Textilhersteller in Gänze übernehmen wollte. Zuvor berichtete die „Passauer Neue Presse“.

Viele Kunden sind Büroangestellte und Manager

Das 1863 gegründete Unternehmen beschäftigt laut Firmenwebseite am Passauer Hauptsitz gut 400 Mitarbeiter und ist vor allem für seine Geschäftshemden bekannt. Eine Hauptkundengruppe sind Büroangestellte und Manager. Im Dezember hatte das Unternehmen Insolvenz beantragt, zunächst gab es mehr als 20 Anfragen potenzieller Investoren. Doch sprangen diese alle wieder ab. 

„Verkaufsprozess ohne Ergebnis“

„Eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes der Eterna in Passau ist leider ausgeschlossen“, hieß es in der Mitteilung der Geschäftsführung. „Der mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens angestrengte Verkaufsprozess ist ohne Ergebnis beendet worden.“ Verkauft wird nun lediglich der Firmenname „Eterna“. Damit könnte die Marke weiterbestehen bleiben, auch wenn diese dann mit dem ursprünglichen Unternehmen nichts mehr zu tun hätte.

Der Gläubigerausschuss hat laut Geschäftsführung der geplanten Schließung bis Sommer 2026 zugestimmt, ein genaues Datum nannte die Eterna-Chefetage nicht.

Schon 2021 ein Sanierungsverfahren

Eterna zählte zu den wenigen verbliebenen Traditionsunternehmen der einst florierenden deutschen Bekleidungsindustrie, kämpfte jedoch schon seit langem mit finanziellen Problemen. Bereits 2021 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren durchlaufen. Das Modegeschäft ist generell schwierig, sowohl für die Industrie als auch den Einzelhandel. 

Gegründet worden war das Unternehmen in Wien, zunächst als Textilwerkstatt und Wäschefabrik. Der heutige Hauptsitz in Passau wurde 1927 eröffnet.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Abwärtstrend bei Benzinpreisen hält an

Nach wie vor ist unklar, ob der Irankrieg ein baldiges Ende findet. An den Tankstellen bewegen sich die Spritpreise dennoch langsam, aber seit einigen Tagen kontinuierlich bergab.

Reiche warnt vor Alarmismus bei Kerosin

Der Finanzminister äußert sich zu Warnungen vor einer Knappheit bei Kerosin. Die Wirtschaftsministerin meldet sich auch zu Wort. Am Montag gibt es ein Treffen.

Filialnetz der Post hat gesetzeswidrige Lücken

Der Weg zur nächsten Postfiliale darf nicht allzu weit sein, so sieht es ein Gesetz vor. Doch mancherorts ist die Strecke länger als gedacht - oder man findet am Ort lediglich einen Automaten.

WWF: Vermieter sollen Extra-Heizkosten tragen

Noch ist unklar, was die Reform des Heizungsgesetzes für Mieter bedeutet. Denn der CO2-Preis steigt, zugleich sollen Heizungen mit fossilen Brennstoffen weiter betrieben werden können.