Hochansteckend: Mehrere Fälle von Keuchhusten in Harsefeld aufgetreten
Die beste Präventionsmaßnahme gegen Keuchhusten ist ein vollständiger Impfschutz. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Diese Krankheit tritt vergleichsweise selten auf - doch sie kann sehr gefährlich werden. Weil es in einer Schule Keuchhusten-Falle gibt, warnt der Landkreis Stade die Bevölkerung.
Landkreis. In einer Schule in der Samtgemeinde Harsefeld treten derzeit vermehrt Fälle von Keuchhusten auf, einer hochansteckenden Infektionskrankheit. Daher appelliert das Gesundheitsamt des Landkreises Stade, den Impfschutz der Kinder und auch den eigenen zu überprüfen.
Ein vollständiger Impfschutz ist der effektivste Weg, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen und schwere Krankheitsverläufe zu verhindern, schreibt die Kreisverwaltung in einer Mitteilung. Keuchhusten (Pertussis) wird durch Bakterien ausgelöst und ist eine ernstzunehmende Atemwegserkrankung, warnt Dr. Ilka Hedicke, Leiterin des Gesundheitsamtes.
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„Die beste Präventionsmaßnahme ist ein vollständiger Impfschutz“, so Hedicke. Wer sichergehen möchte, kann seinen Impfstatus durch eine Kinder- oder Hausarztpraxis überprüfen lassen. Wichtig sei zudem, Symptome frühzeitig zu erkennen und dementsprechend zu handeln.
Anhaltender Husten ist ein Warnsignal
Ein wesentliches Warnsignal ist anhaltender Husten, der sich schnell zu krampfartigen Hustenanfällen steigern kann, welche häufig von einem keuchenden Einatmen oder sogar Erbrechen begleitet werden. Wer solche Hustensymptome aufweist, gilt als krankheitsverdächtig. In diesem Fall ist umgehend die Kinder- oder Hausarztpraxis aufzusuchen. Wenn man zuvor Kontakt zu einer an Keuchhusten erkrankten Person gehabt hat, sollte man das der Praxis unbedingt mitteilen.
Insbesondere Säuglinge und Ältere von schweren Verläufen betroffen
Die häufigste Komplikation infolge eines Keuchhustens ist eine Lungenentzündung. Insbesondere Säuglinge und ältere Menschen sind von schweren Verläufen betroffen. Für Neugeborene kann eine Erkrankung sogar lebensbedrohlich sein. Bei etwa zwei Drittel von ihnen ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.
Weitere Informationen zum Krankheitsbild sowie zu Impfempfehlungen bietet das Bundesministerium für Gesundheit online: www.infektionsschutz.de. Das Gesundheitsamt des Landkreises steht ebenso für Fragen zur Verfügung: telefonisch unter 04141/12-5300 und per E-Mail unter gesundheitsaufsicht@landkreis-stade.de. (ham/pm)
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