Jeder vierte Abgeordnete meldet Migrationshintergrund
24 Prozent der Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft haben einen Migrationshintergrund. (Archiv) Foto: Georg Wendt/dpa
Die Bürgerschaft hat erstmals abgefragt, wie viele Abgeordnete einen Migrationshintergrund haben. Die Ergebnisse und warum sie nur bedingt mit der Bevölkerung vergleichbar sind.
Hamburg. Die Hamburgische Bürgerschaft hat erstmals unter ihren 121 Abgeordneten Angaben zum Migrationshintergrund abgefragt. Demnach gaben 29 der teilnehmenden Abgeordneten an, einen Migrationshintergrund zu haben, wie die Bürgerschaftskanzlei mitteilte. Das sind knapp 24 Prozent aller Abgeordneten. Allerdings nahmen an der freiwilligen Umfrage nur 102 Mandatsträger teil.
In der Stadt liegt der Anteil der Hamburgerinnen und Hamburger mit Migrationshintergrund deutlich höher - nach Angaben des Statistikamts Nord nämlich bei 42 Prozent.
Die Zahlen sind nach Angaben der Bürgerschaft jedoch nur eingeschränkt vergleichbar, da die Bevölkerungsstatistik auch Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit erfasse, die dauerhaft in Hamburg lebten, darunter auch Kinder. In die Bürgerschaft gewählt werden könnten dagegen nur volljährige deutsche Staatsangehörige.