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Wetter

Ein Mal Sonne tanken – bis zu 23 Grad in Deutschland

Das warme und sonnige Wetter löst Frühlingsgefühle aus.

Das warme und sonnige Wetter löst Frühlingsgefühle aus. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Lust auf Eis? Oder einfach auf einen Sonnenspaziergang? Der Freitag könnte dafür der richtige Tag sein. Wie geht es am Wochenende mit dem Wetter weiter?

Von dpa Freitag, 27.02.2026, 05:05 Uhr

Berlin/Offenbach. Sonnenbrille aufsetzen und Eis schlecken: Bei viel Sonne könnte es in Teilen Deutschlands an diesem Freitag bis zu 23 Grad warm werden. Während sich Pendlerinnen und Pendler am Morgen noch durch Nebel kämpfen mussten, kam danach an vielen Orten die Sonne raus.

Bei den Temperaturen wurden am Freitag Höchstwerte zwischen 13 und 23 Grad erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst schrieb. Am wärmsten könnte es dabei am Oberrhein werden – so wird der Rheinabschnitt zwischen Basel und Bingen genannt. „Damit ist es wahrscheinlich, das an einigen Orten neue Rekorde für den Monat Februar aufgestellt werden“, schrieb der Wetterdienst. Der bisherige Temperaturrekord für einen Februar in Deutschland wurde bislang im Jahr 1900 in Jena gemessen – mit 23,1 Grad.

Die Natur erwacht: Auch Osterglocken blühen schon.

Die Natur erwacht: Auch Osterglocken blühen schon. Foto: Florian Wiegand/dpa

Pinocchio- oder doch lieber Vanille-Eis?

Passend zu den teils frühlingshaften Temperaturen öffnen in den kommenden Tagen immer mehr Eisdielen in Deutschland, sagt Annalisa Carnio, Sprecherin des Verbandes der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland (Uniteis).

In vielen Läden könnte dann auch die Eissorte des Jahrs 2026 im Angebot sein: Pinocchio. Jedes Jahr kürt Uniteis eine andere Kreation. Pinocchio sei eine Melange aus Milcheis und Erdbeersorbet, verziert mit in Schokolade getunkten Grissini, erklärt Carnio. Mit dem beliebten Kindereisbecher Pinocchio – Smarties als Augen, eine Waffel als Hut, ein Keksröllchen als Nase – habe die Eissorte nichts zu tun.

„In Deutschland ist das Publikum konservativ“, sagt Carnio. Exotische Kreationen würden gerne mal probiert, die großen Renner seien aber Jahr für Jahr Sorten wie Erdbeere, Vanille, Schokolade, Haselnuss oder Stracciatella. Im Sommer gehe der Trend zu mehr Fruchteissorten und Sorbets wie Zitrone oder Mango.

Tatendrang durch Sonne – kaum Sonnenbrand-Gefahr

Bei vielen dürfte das frühlingshafte Wetter einen echten Tatendrang auslösen - kein Wunder, erklärt der Bio- und Umweltmeteorologe Andreas Matzarakis. Im Winter bildet der Körper mehr Melatonin - ein Hormon, das unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. „Wenn es dunkel ist, wollen wir ja schlafen“, erklärt der an der Universität Freiburg tätige Professor.

Jetzt, wo sich der Winter langsam verabschiedet und die Sonne herauskommt, bildet der Körper dagegen weniger Melatonin - und dafür mehr Vitamin D und so mehr vom Glückshormon Serotonin. „Damit wir aufwachen, damit wir viel aktiver sind und viel mehr Energie haben“, so Matzarakis.

Das sonnige Wetter hilft dem ein oder anderen bei der Stimmung.

Das sonnige Wetter hilft dem ein oder anderen bei der Stimmung. Foto: Jens Kalaene/dpa

Wie genau man sich bei dem schnellen Wetterumschwung fühle, hänge aber von vielen gleichzeitig auftretenden Faktoren ab. Neben dem allgemeinen Gesundheitszustand, Ernährung oder Stress im Alltag spielten gerade chronische Erkrankungen eine Rolle. Die Umwelt gehört ebenso dazu: etwa Regionen mit hoher Luftbelastung oder die Pollenlage bei Allergikern. „Wenn jemand betroffen ist, umso schwieriger ist es, sich auf die neue Situation einzustellen“, sagt Matzarakis.

Vielen helfe es bei der Umstellung, Sonne zu tanken - gerade jetzt, wo man noch nicht mit Sonnenbrand rechnen müsse, erklärt der Biometeorologe. „Das dauert noch drei, vier Wochen, bis die Sonne so stark ist, dass man eher die negativen Aspekte betrachtet.“

Krokusse blühen im Freiburger Stadtgarten.

Krokusse blühen im Freiburger Stadtgarten. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Bald wieder Temperaturen unter 20 Grad

Heute ziehen die Meteorologen erst einmal Bilanz aus dem zu Ende gehenden Winter. Am Sonntag ist der meteorologische Frühlingsbeginn. Es sehe so aus, als ob der Winter insgesamt betrachtet wieder mal deutlich zu warm gewesen sei, sagte Meteorologe Andreas Walter vorab. Auch habe es im Vergleich zu wenig Niederschlag gegeben – trotz des Schnees. „Der Schnee bleibt halt lange liegen, aber der fällt nur ein Mal“, erläutert Walter weiter.

Von den Temperaturen über 20 Grad müssen wir uns auch wieder schnell verabschieden: Ab Samstag erwartet der Wetterdienst noch Höchstwerte bis 19 Grad im Osten. Dort wird es auch heiter und trocken, im Westen und Nordwesten kann es aber schon regnen. Am Sonntag liegen die Höchstwerte dann nur noch zwischen 7 und 13 Grad im Norden und 10 und 15 Grad im Rest des Landes. Es kann zwar immer auch etwas regnen, soll aber sonst wolkig bleiben.

Zum Sonnenaufgang war’s zum Teil noch neblig - wie hier in Wiesbaden.

Zum Sonnenaufgang war’s zum Teil noch neblig - wie hier in Wiesbaden. Foto: Sascha Ditscher/dpa

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