Niedersachsen

Symbolbild. Foto: dpa

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Vor dem Weihnachtsfest sind 57 Strafgefangene in Niedersachsen vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Den Männern und Frauen aus zwölf Justizvollzugsanstalten und einer Jugendanstalt bleiben insgesamt gut 1000 Hafttage erspart.

17.12.2021, 17:51 Uhr

Das teilte das Justizministerium am Freitag mit. Die Betroffenen wären regulär in der Zeit zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar entlassen worden. Zwei Gefangene aus Wolfenbüttel sowie jeweils ein Gefangener aus Oldenburg und Rosdorf haben die Gnade abgelehnt und auf eine Entlassung vor dem Weihnachtsfest verzichtet.

Die Weihnachtsgnade wird in Niedersachsen seit 1999 praktiziert. Sie soll der Resozialisierung dienen - eine Zusammenkunft im Familienkreis soll nicht unmöglich gemacht werden. Der Gnadenerweis ist in Niedersachsen laut Justizministerium nur möglich, wenn die restliche Haftzeit noch maximal einen Monat beträgt und das Verhalten beanstandungsfrei war. Durchschnittlich werden durch die Gnadenentscheidungen gut 18 Tage Haft erlassen.

Rund 4500 Menschen müssen die Feiertage jedoch in den Vollzugsanstalten des Landes verbringen. Alle Anstalten bieten zu Heiligabend Gottesdienste an. In vielen steht dann Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Speiseplan, teilweise wird auch gemeinsam gekocht oder gebacken. (dpa/Ini)

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