Zähl Pixel
Unterschriftenaktion

Landesgartenschau – nein, danke: Widerstand in Cuxhaven

So könnte der Kurpark zur Landesgartenschau 2034 aussehen. Gegen das Großprojekt formiert sich in Cuxhaven derzeit Widerstand. (Grafik)

So könnte der Kurpark zur Landesgartenschau 2034 aussehen. Gegen das Großprojekt formiert sich in Cuxhaven derzeit Widerstand. (Grafik) Foto: Lichtenstein Landschaftsarchitektur & Stadtplanung

Blumen, Gartenlandschaften und viele Besucher? Klingt erst einmal gut - und doch gibt es Menschen in Cuxhaven, die das Projekt Gartenschau kritisch sehen. Drei davon wollen einen Bürgerentscheid herbeiführen.

Von Redaktion 18.08.2026, 05:25 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Cuxhaven. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Gegen die Landesgartenschau in Cuxhaven“ haben begonnen, Unterschriften zu sammeln. Am Stand der Wählergemeinschaft Die Cuxhavener (sie unterstützt die Aktion) legten Meike Feldmann, Franziska Schwedler und Sebastian Schlagmann jüngst erstmals eine Unterschriftenliste aus.

Die Resonanz sei gut, hieß es in einer ersten Zwischenbilanz nach gut einer Stunde. Unterschreiben darf, wer in Cuxhaven kommunal wählen darf, also mindestens 16 Jahre alt ist, in Cuxhaven wohnt und deutscher oder EU-Staatsangehöriger ist. Die Unterschriftensammlung soll gemäß der Niedersächsischen Kommunalverfassung in einen Bürgerentscheid münden. Nötig sind dafür etwas mehr als 4000 Unterzeichner - das heißt mit anderen Worten, dass sich ein Zehntel der Wahlberechtigten mit dem eigenen Namen für das Anliegen starkmachen muss.

Sammelaktion läuft über sechs Monate

Um die erforderlichen Unterschriften zu sammeln, haben Feldmann, Schwedler und Schlagmann sechs Monate Zeit. Jede Person, die mit ihrem Bürgerbegehren sympathisiert, darf nur einmal unterschreiben. Sie muss den Nachnamen, Vornamen, das Geburtsdatum und die persönliche Anschrift angeben. Auf den Unterschriftsbögen listen die Initiatoren ihre Argumente gegen eine Landesgartenschau am Standort Cuxhaven auf. Was sie befürchten, ist, dass das Groß-Event aufgrund der damit verbundenen Investitionen zu einem „Millionengrab“ werden könnte.

Über eine auf dem Wochenmarkt ausliegende Unterschriftenliste möchten die Initiatoren einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen.

Über eine auf dem Wochenmarkt ausliegende Unterschriftenliste möchten die Initiatoren einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen. Foto: Koppe

Sie halten außerdem nichts von der Idee, Teile der gewachsenen Küstenlandschaft zu Schauzwecken auf künstlichem Wege zu verändern. Ferner warnen die Genannten vor einem Kollaps der örtlichen Infrastruktur: Die für das Jahr 2034 geplante Landesgartenschau (den Zuschlag erhielt die Stadt vor wenigen Wochen) würde parallel zur Hauptsaison im größten deutschen Nordseebad stattfinden und Cuxhaven „zusätzlich überlasten“. Weitere Unterschriften wollen Feldmann, Schwedler und Schlagmann von jetzt an jeden Sonnabend auf dem Cuxhavener Wochenmarktplatz sammeln.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

H
Heiko Kania
18.08.202608:18 Uhr

Meine Frau und ich werden die Landesgartenschau in unserer ehemaligen Heimat Cuxhaven sehr gerne besuchen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel