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Mehrheit überzeugt: KI wird Beziehungen komplett verändern

Chatbots wie ChatGPT werden von gar nicht mal so wenigen Menschen wie digitale Bezugspersonen empfunden. (Symbolbild)

Chatbots wie ChatGPT werden von gar nicht mal so wenigen Menschen wie digitale Bezugspersonen empfunden. (Symbolbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Ist Künstliche Intelligenz für Beziehungen und Freundschaften ein Risiko? Welche Unterschiede zeigen sich zwischen den Generationen oder zwischen Männern und Frauen? Eine neue Umfrage gibt Antworten.

Von dpa Dienstag, 24.03.2026, 10:11 Uhr

Berlin. Künstliche Intelligenz verändert in den kommenden Jahren grundlegend unser Sozialleben - damit rechnet gut die Hälfte der Menschen in Deutschland. Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research antworteten 54 Prozent mit „Ja“ auf die Frage, ob KI Beziehungen und Freundschaften zwischen Menschen in den nächsten zehn Jahren grundlegend verändern werde. 30 Prozent meinten „Nein“, 16 Prozent sagten „Weiß nicht“.

Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten ab 16 Jahren sehen in KI eher ein Risiko für Beziehungen und Freundschaften, 22 Prozent eher eine Chance. Der Verein Bitkom ist der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche.

Künstliche Intelligenz wird zunehmend privat für Beziehungsfragen genutzt: Sie hilft 2026 nicht mehr nur im Berufsleben, Alltag und Haushalt, sondern wird von vielen auch bei Beziehungsproblemen, Konflikten und Krisengesprächen zurate gezogen. Manchen Menschen ersetzt sie gar eine Art besten Freund oder Partner.

Vor allem Jüngere bauen engere Beziehung zu KI auf

Die Bitkom-Befragung zeigt, dass ein Viertel der Nutzerinnen und Nutzer (26 Prozent) Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Claude manchmal wie eine digitale Bezugsperson empfinde. Bei Jüngeren (unter 30 Jahre alt) sind solche Erfahrungen und Erwartungen mit rund 32 Prozent deutlich stärker ausgeprägt.

Doch nur etwa jede zehnte Person kann sich vorstellen, Gefühle für eine KI zu entwickeln. Frauen ziehen hier eher Grenzen, Männer scheinen in diesem Punkt womöglich offener, experimentierfreudiger oder technikaffiner zu sein. Rund 15 Prozent der befragten Männer stimmen der Aussage „Ich halte es für möglich, romantische Gefühle für eine KI oder einen KI-Avatar zu entwickeln“ zu. Bei den Frauen sagen dies nur etwa 10 Prozent.

Bei der Aussage „KI könnte für mich auch ein Ersatz für reale romantische oder sexuelle Beziehungen sein“ stimmen nur 4 Prozent der Frauen zu, bei Männern sind es laut der Umfrage 11 Prozent.

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