Ohne zahlreiche Stars: Biathlet Rees läuft in die Top Ten
Sieg im verkürzten Einzel: Eric Perrot. Foto: Petr David Josek/AP/dpa
Viele Top-Athleten lassen die Station in Nove Mesto aus. Eric Perrot nicht. Der Franzose gewinnt - und untermauert seine Medaillenambitionen bei Olympia. Auch deutsche Starter lassen aufhorchen.
Nove Mesto. In Abwesenheit vieler Olympia-Starter hat Weltcup-Rückkehrer Roman Rees zum Auftakt der Biathlon-Generalprobe für die Spiele in Italien aus Sicht des Deutschen Skiverbandes für eine Top-Ten-Platzierung gesorgt. In einem verkürzten Einzelrennen über 15 Kilometer belegte der 32-Jährige nach nur einem Fehlschuss als bester DSV-Athlet den siebten Platz. In diesem Winter war er bislang nur im zweitklassigen IBU-Cup zum Einsatz gekommen.
Einen starken Eindruck hinterließ auch Leonhard Pfund bei seinem Debüt auf höchster Ebene. Der 22-Jährige schoss lediglich beim letzten Schießen zweimal daneben und landete auf dem 13. Platz. Den Sieg holte Medaillenkandidat Eric Perrot (0 Schießfehler). Dessen französischer Landsmann Émilien Jacquelin (0) folgte auf dem zweiten Rang vor Lukas Hofer (0) aus Italien.
Nicht nur zahlreiche Top-Athleten fehlten im tschechischen Nove Mesto, auch viele der anwesenden Trainer und Betreuer gehören üblicherweise nicht zum Weltcup-Stammpersonal.
Riethmüller mit bestem Saisonergebnis
Sportdirektor Felix Bitterling hatte sich unter anderem von Danilo Riethmüller (2) „eine positive Reaktion“ auf die Nicht-Berücksichtigung für den Jahreshöhepunkt in Antholz erhofft. Diese zeigte der 26-Jährige mit seinem besten Saisonergebnis als Elfter. „Das Ziel war es, im Massenstart dabei zu sein“, sagte Riethmüller der ARD. Dort wird er gemeinsam mit Rees und Pfund am Sonntag starten.
Routinier Johannes Kühn musste sich nach fünf Fehlschüssen mit dem 51. Rang zufriedengeben. Pro Fehler bekamen die Athleten 45 Strafsekunden aufgebrummt. Nach ihren bisherigen Auftritten im IBU-Cup schnupperten Pfund und Elias Seidel (69./6) nun erstmals Weltcup-Luft. Simon Kaiser (77.) hatte große Probleme am Schießstand, er verfehlte neun Scheiben.
Anders als Riethmüller wurden Lucas Fratzscher, Philipp Nawrath, Justus Strelow, David Zobel und Philipp Horn in dieser Woche in das Olympia-Aufgebot berufen. Letztgenannter könnte in Tschechien noch zum Einsatz kommen, nachdem er zuletzt wegen einer Erkrankung gefehlt hatte.