Olympia-Entscheid in Hamburg: Soll sich die Stadt bewerben?
Hamburg wird von den bunten Plakaten für eine Olympia-Bewerbung der Hansestadt dominiert. Dennoch ist der Ausgang der Bürgerbefragung völlig offen.
Hamburg. Etwa 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren sind am Sonntag in Hamburg aufgerufen, über eine Bewerbung der Hansestadt um die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 abzustimmen. Dabei geht es erst einmal darum, ob Hamburg sich weiter bemühen soll, Kandidat für eine deutsche Olympia-Bewerbung zu werben.
Abstimmung am Sonntag
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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September, mit welcher Stadt oder Region er in das internationale Rennen zieht. Hamburgs Konkurrenten sind München, die Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum und Berlin.
Ausgang völlig offen
Initiator der Hamburger Bewerbung ist der rot-grüne Senat. Auch die CDU, weite Teile der Wirtschaft und des Sports stehen hinter dem Versuch. Die Linke und die AfD lehnen das Vorhaben ab. Zudem gibt es die Initiative „NOlympia“. Auch von Umweltschutzverbänden gibt es Kritik.
Eine eindeutige Tendenz für oder gegen die Olympia-Bewerbung war im Vorfeld des Referendums nicht festzustellen. Vor allem die Initiatoren und Befürworter hatten einigen Aufwand betrieben, um die Bürgerinnen und Bürger zu überzeugen. Zahlreiche Prominente aus Sport, Kultur und Wirtschaft warben für eine Zustimmung.
Viele haben ihre Stimme per Briefwahl abgegeben
Mit dem vorläufigen Endergebnis wird am Sonntag gegen 22 Uhr gerechnet. Um die 40 Prozent der Stimmberechtigten hatten ihre Entscheidung schon vor dem Referendum per Brief abgegeben.
Schon einmal war Hamburg mit einer Olympia-Bewerbung an seinen Bürgern gescheitert. 2015 lehnten sie eine Kandidatur für die Spiele 2024 ab.
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