Iran-Krieg

Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive im Iran

Von pakistanischen Sicherheitskreisen heißt es, die USA könnten eine Bodenoffensive im Iran starten. (Symbolbild)

Von pakistanischen Sicherheitskreisen heißt es, die USA könnten eine Bodenoffensive im Iran starten. (Symbolbild) Foto: Anjum Naveed/AP/dpa

Pakistans Geheimdienste halten eine US-Bodenoffensive im Iran für immer wahrscheinlicher. Irans Armee ist nach eigenen Angaben darauf vorbereitet.

Von dpa 27.07.2026, 14:10 Uhr

Islamabad/Teheran. Mehr als fünf Monate nach Beginn des Iran-Kriegs halten gut informierte Quellen aus Pakistan eine limitierte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher. Die Bewertung pakistanischer Geheimdienste sei, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen könnte, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen.

Pakistan ist im Iran-Krieg ein zentraler Vermittler zwischen Washington und Teheran. Der Konflikt war Anfang Juli im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormus erneut eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Schiffe in der Meerenge beschossen hatten. Das US-Militär bombardierte daraufhin zahlreiche Ziele an der iranischen Südküste. In den vergangenen drei Nächten pausierten die Kriegsparteien ihre Angriffe wieder.

Pakistan will weiter vermitteln

Die Vermittler Pakistan und der Golfstaat Katar übermitteln nun wieder Vorschläge zwischen den Kriegsparteien, verlautete es aus den pakistanischen Sicherheitskreisen. Irans Führung strebe jedoch einen dauerhaften Waffenstillstand an und lehne eine begrenzte Feuerpause ab, hieß es weiter.

Irans Streitkräfte hatten die USA bereits vor einer Bodenoffensive gewarnt. Das Militär sei darauf vorbereitet, sagte Armeesprecher Amir Akraminia vor wenigen Tagen. Experten halten eine Invasion des US-Militärs in den Iran für höchst riskant. Soldaten wären dort Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt - ohne den Schutz, den Stützpunkte in den Golfstaaten bieten. Den iranischen Streitkräften gehören nach Angaben der Denkfabrik IISS rund 610.000 aktive Soldaten und paramilitärische Kräfte sowie 350.000 Reservisten an.

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