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Batteriekonzern

Porsche übernimmt Mehrheit bei Varta-Tochter

Porsche übernimmt Mehrheit von Varta-Tochter (Archiv-Foto)

Porsche übernimmt Mehrheit von Varta-Tochter (Archiv-Foto) Foto: Stefan Puchner/dpa

Der Batteriekonzern Varta ist finanziell angeschlagen. Nun kommt Hilfe von einem Sportwagenbauer, der ein wichtiges Produkt von Varta nutzt.

Von dpa Dienstag, 04.03.2025, 15:15 Uhr

Stuttgart. Der Sportwagenhersteller Porsche hat die Mehrheit bei Vartas Autobatterie-Tochtergesellschaft V4Drive Battery übernommen. Die Volkswagen-Tochter hält nun 70 Prozent der Anteile, wie der Autobauer in Stuttgart mitteilte. Der finanziell angeschlagene Batteriekonzern Varta bleibe mit 30 Prozent beteiligt. Die zum 1. März erfolgte Übernahme war bereits angekündigt worden und ist ein Teil des Rettungsplans für den Mittelständler, der sich aktuell neu aufstellt. Porsche investiere 30 Millionen Euro. 

Das Unternehmen heißt künftig V4Smart und will neue Kundengruppen für Ultra-Hochleistungs-Lithium-Ionen-Rundzellen erschließen. Die Zellen kommen derzeit bereits als Boosterzellen in den 911-GTS-Modellen bei Porsche zum Serieneinsatz.

Porsche unterstützt Varta bei Sanierung

Die Produktion der Booster-Zellen findet aktuell am Standort Ellwangen statt. Ab voraussichtlich April sollen die Rundzellen zusätzlich auf einer neuen Anlage am Standort Nördlingen gefertigt werden, wie Porsche weiter mitteilte. Bis Ende 2025 plant das Gemeinschaftsunternehmen, rund 375 Arbeitsplätze an beiden Produktionsstandorten aufzubauen und dabei viele Mitarbeiter aus der Varta-Gruppe zu übernehmen. 

Porsche bekräftigte die Absicht, bei Varta gleichfalls einsteigen zu wollen, um das Unternehmen bei der Sanierung zu unterstützen. Der Plan sieht im Zuge der Restrukturierung eine Herabsetzung des Grundkapitals auf null vor. Dies bedeutet für die freien Aktionäre den vollständigen Verlust ihres Geldes. Dann wird das Kapital wieder erhöht. Das hatte heftige Kritik ausgelöst. Die Varta-Sanierung läuft im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes StaRUG, welches Krisenunternehmen Insolvenzverfahren ersparen soll.

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