Sprengung auf der Jade sorgt für Verunsicherung
Ähnlich wie in diesem Symbolbild wurde Munition im Fahrwasser gesprengt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Kurz nach 8 Uhr wurde es in vielen Orten plötzlich unruhig. Bei einer Sprengung von Altmunition auf der Jade soll es am Samstagmorgen bis in den Landkreis Cuxhaven hinein zu spürbaren Erschütterungen gekommen sein.
Landkreis Wesermarsch. Eine Munitionssprengung auf der Jade hat am Samstagmorgen, 18. April, für spürbare Erschütterungen und zahlreiche Reaktionen gesorgt – bis in den Landkreis Cuxhaven hinein. In Sozialen Netzwerken berichteten viele Bürgerinnen und Bürger von deutlichen Erschütterungen, wackelnden Häusern und verschreckten Tieren wie Pferden.
„Was war das für eine heftige Explosion? Das ganze Haus hat gewackelt“, schreibt eine Nutzerin. Andere melden sich mit ähnlichen Eindrücken: „Hier hat alles gezittert, sogar die Fenster haben geklappert“, heißt es in einem weiteren Beitrag. „Ich dachte erst, es wäre ein Erdbeben“, schreibt ein Nutzer. Auch aus Nordholz, Altenwalde und Wremen kommen entsprechende Meldungen. Mehrfach ist von einem „Beben“ die Rede.
Einige Nutzer berichten zudem von verunsicherten Haustieren: „Unser Hund ist total panisch durch die Wohnung gelaufen“, schreibt eine Frau. Andere zeigen sich irritiert über die fehlende Einordnung: „Warum wird man darüber nicht vorher richtig informiert?“, fragt ein Nutzer.
Mit dieser Grafik warnte das Wasser- und Schifffahrtsamt in Sozialen Netzwerken. Foto: WSA
Geplante Sprengung von Altmunition sorgt für Aufregung
Nach ersten Informationen steht das Ereignis im Zusammenhang mit einer geplanten Sprengung von Altmunition durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst auf der Jade. Die Detonation erfolgte demnach gegen 8 Uhr und war offenbar in weiten Teilen der Region zu spüren.
Kritik gibt es an der Informationslage im Vorfeld. Zwar hatte die zuständige Behörde die Maßnahme auf ihrer Internetseite angekündigt, eine breite Information der Bevölkerung blieb jedoch offenbar aus. Der Fokus der Kommunikation lag nach bisherigen Erkenntnissen vor allem auf dem Schiffsverkehr.

Offenbar nicht ausreichend: Hinweis des Wasser- und Schifffahrtsamts im Netz. Foto: WSA
So wurde das Fahrwasser der Jade rund um die Sprengung für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. In einer Mitteilung hieß es, die Sprengung solle zwischen 6.30 Uhr und 9.40 Uhr erfolgen. Die Sperrung betreffe den Bereich zwischen den Breitengraden 53°45‘ Nord und 53°39‘ Nord und werde über „Jade Traffic“ auf den UKW-Kanälen 20 und 63 bekannt gegeben. Auch das Auslaufen aus dem Hafen Wangersiel sei in diesem Zeitraum untersagt gewesen. Die Überwachung der Sperrzone übernahmen das Mehrzweckschiff „Mellum“ sowie die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven. (NZ)
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