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Norddeutschland

Sturm auf Außenweser: Seenotretter retten verletzten Lotsen

Der Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ der DGzRS war im Einsatz für einen schwer erkranktes Crewmitglied auf einem Lotsenstationsschiff.

Der Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ der DGzRS war im Einsatz für einen schwer erkranktes Crewmitglied auf einem Lotsenstationsschiff. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Sturm, Seegang, Rettungsmission: Trotz hoher Wellen und starkem Wind gelang Seenotrettern und Marinefliegern die Evakuierung eines schwer verletzten Crewmitglieds von einem Lotsenschiff mit dramatischer Präzision.

Von Markus Roloff Sonntag, 04.01.2026, 18:50 Uhr

Bremerhaven. Marineflieger und Seenotretter sind am Samstagabend, 3. Januar 2026, einem schwer verletzten Lotsen auf der Außenweser zu Hilfe gekommen. Der Mann war an Bord des Lotsenstationsschiffes „Weser“ gestürzt. Ein Such- und Rettungshubschrauber barg den Seemann ab und brachte ihn in ein Krankenhaus. Das Lotsenstationsschiff befand sich zu dem Zeitpunkt auf der Außenweser, rund acht Seemeilen (etwa 14 Kilometer) vor Wremen.

Die Einsatzleiter in der Rettungsleitstelle See alarmierten umgehend den in Bremerhaven stationierten Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ und forderten einen SAR-Hubschrauber (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung) des Marinefliegergeschwaders 5 an.

Zudem baten sie die „Weser“, dem Seenotrettungskreuzer entgegenzulaufen, und bestellten einen Notarzt sowie eine Rettungswagen-Besatzung zur „Hermann Rudolf Meyer“. Zwei bis drei Meter Seegang bei ablaufend Wasser und Windgeschwindigkeiten von sechs bis acht Beaufort (bis zu 74 km/h) aus nordwestlicher Richtung erschwerten die Anfahrt.

Etwa zeitgleich trafen Marineflieger und Seenotretter bei dem Lotsenstationsschiff ein. Die Wetterbedingungen verbesserten sich etwas, sodass der Such- und Rettungshubschrauber des Typs „Sea Lion“ den Patienten per Rettungskorb aufwinschen konnte. (pm/mar)

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