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Tierseuche

Blauzungenkrankheit: Neue Sperrzone in Niedersachsen

Die Blauzungenkrankheit wird durch Stechmücken übertragen. (Symbolfoto)

Die Blauzungenkrankheit wird durch Stechmücken übertragen. (Symbolfoto) Foto: Lars Penning/dpa

Ganz im Süden Niedersachsens wurde der neue Erregertyp der Blauzungenkrankheit nachgewiesen. Das hat Folgen für weite Teile des Bundeslandes.

Von dpa 21.07.2026, 18:00 Uhr
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Göttingen. Nach dem Nachweis der Blauzungenkrankheit in einer Rinderhaltung im Landkreis Göttingen, gilt für zahlreiche Landkreise eine Sperrzone. Sämtliche Gebiete in einem 150-Kilometer-Radius um den Fundort zählen zu der Zone, wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) mitteilte. Es handelt sich bei der Infektion um den neuen Erregertyp 8. Bei zahlreichen Tierarten müssen nun strengere Regeln befolgt werden, um sie aus dem Gebiet zu bringen.

Tiere, die sich mit der Krankheit infizieren können, sind Rinder, Schafe, Ziegen, Lamas oder Alpakas, wie es vom Landkreis Hameln-Pyrmont heißt, der in der Sperrzone liegt. Das Gebiet reicht laut Laves im Norden bis teilweise in die Landkreise Nienburg (Weser), Verden, Heidekreis, Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Alle Landkreise südlich davon sind vollständig Teil der Sperrzone. Auch diverse andere Bundesländer sind betroffen. Im Süden reicht die Sperrzone etwa bis Bayern und im Osten bis Brandenburg und Sachsen.

Tierseuche für Menschen ungefährlich

Bei Tieren kann die Krankheit zu Entzündungen im Maulbereich führen, wie etwa der namensgebenden geschwollenen, als bläulich wahrgenommene Zunge. Eine geringere Milchproduktion oder plötzliche Todesfälle sind laut dem Landkreis Hameln-Pyrmont weitere Hinweise. Die Symptome sind demnach bei Rindern weniger ausgeprägt als bei anderen Tierarten. Übertragen wird das Virus laut Laves durch kleine blutsaugende Stechmücken, sogenannte Gnitzen. Sie breiten sich in Deutschland von Süden her aus. Für Menschen besteht keine Gesundheitsgefahr. 

Betroffene Landwirte und Landwirtinnen in den Landkreisen sollen ihre Tiere aufmerksam beobachten und bei Auffälligkeiten den Hoftierarzt informieren. Der beste Schutz gegen die Krankheit ist den Angaben nach weiterhin eine Impfung. Die bisherige Impfung gegen den Erregertyp 3 sei dabei aber nicht ausreichend. Für den Typ 8 brauche es eine separate Impfung.

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