Wieder Horror-Sturz beim Giro - Stork knapp geschlagen
Auch auf der zweiten Etappe war der Giro in Bulgarien unterwegs Foto: Fabio Ferrari/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Ein schwerer Sturz überschattet erneut den Giro: Mehr als 30 Fahrer gehen zu Boden, Jay Vine muss aufgeben. Ein Deutscher ist im Zielsprint im Pech.
Weliko Tarnowo. Ein weiterer schlimmer Massensturz hat auch die zweite Etappe des Giro d’Italia beim Abstecher in Bulgarien überschattet und sogar für eine zwischenzeitliche Unterbrechung des Rennens gesorgt. 23 Kilometer vor dem Ziel in Weliko Tarnowo gingen rund 35 Radprofis in einer Kurve zu Boden. Vor allem die UAE-Mannschaft war von dem Crash heftig betroffen. Jay Vine musste nach dem Aufprall gegen die Leitplanke das Rennen aufgeben, sein Teamkollege und Mitfavorit Adam Yates stieg indes blutüberströmt wieder auf das Rad.
Den Etappensieg holte sich nach 221 Kilometern der Uruguayer Guillermo Thomas Silva, der hauchdünn vor dem Deutschen Florian Stork im Sprint gewann. Zuvor hatte Topfavorit Jonas Vingegaard am letzten Anstieg eine Attacke lanciert und das Feld auseinandergerissen. Die kleine Spitzengruppe wurde aber wieder eingeholt. Silva holte sich durch den Etappensieg auch das Rosa Trikot des Gesamtersten vom französischen Auftaktsieger Paul Magnier.
Zum Teil heftiger Regen erschwerten am Samstag die Bedingungen. Bereits am Vortag hatte es bei der Auftaktetappe einen heftigen Massencrash beim Zielsprint gegeben. Rund 650 Meter vor dem Ziel waren mehrere Fahrer zu Fall gekommen, nur eine kleine Gruppe machte den Sieg noch unter sich aus.
Letzte Bulgarien-Etappe nach Sofia
Am Sonntag erreicht der Giro-Tross die bulgarische Hauptstadt Sofia. Nach 175,2 Kilometer ist mit einem Massensprint zu rechnen. Dafür müssen die Sprinter aber vorher den Borovez-Pass, einem Berg der zweiten Kategorie, meistern. Nach einem Ruhetag wird der Giro dann am Dienstag in Italien fortgesetzt.

Ist der Topfavorit auf den Gesamtsieg: Jonas Vingegaard Foto: Fabio Ferrari/LaPresse via ZUMA Press/dpa