Zwei Sechsjährige retten Oma in Stade – Dickes Lob von der Feuerwehr
Die Kinder hatten in Stade den Notruf 112 gewählt. Feuerwehr und Rettungsdienst rückten aus. Foto: Feuerwehr
Die Großmutter passt auf ihre sechsjährigen Enkel auf - doch plötzlich geht es ihr sehr schlecht. Was in so einem Fall zu tun ist, wussten zwei Kinder in Stade ganz genau.
Wiepenkathen. Die zwei jungen Ersthelfer hätten vorbildlich reagiert, teilt die Feuerwehr Wiepenkathen via Facebook mit. Und berichtet deshalb, anders als sonst bei medizinischen Notfällen, von diesem Einsatz:
Als die nach Stade alarmierte AED-Gruppe der Feuerwehr Wiepenkathen am Einsatzort ankam, wurde sie direkt von den zwei Kindern empfangen, die den Rettern den Weg zur Wohnung ihrer Großmutter zeigten. „Vor Ort stellte sich die Lage dann auch glücklicherweise als weniger schlimm heraus als zunächst angenommen“, schreiben die Feuerwehrleute.
Junge Ersthelfer haben richtig gehandelt
Als die Kinder ihnen berichteten, was vorgefallen war, wurde den Rettern schnell klar, wie vorbildlich die beiden Kinder, laut Feuerwehr etwa sechs Jahre alt, gehandelt hatten. Denn zum Zeitpunkt des Notfalls waren sie mit ihrer Großmutter allein.
„Die zwei Kinder arbeiteten hervorragend zusammen“, lobt die Feuerwehr. Als die beiden bemerkten, dass es ihrer Oma nicht gut ging, wählte eines sofort den Notruf. Das andere Kind informierte umgehend weitere Angehörige. „Durch dieses schnelle und richtige Handeln konnte vermutlich Schlimmeres verhindert werden“, sind die Feuerwehrleute überzeugt. Sie sprechen den jungen Helfern für diese „starke Leistung“ ein großes Lob aus.
Erste-Hilfe-Ausbildung für Kinder wichtig
Die Feuerwehr Wiepenkathen weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Brandschutzerziehung und Erste-Hilfe-Ausbildung bereits im Kindesalter, zum Beispiel in Grundschulen, wichtig sind. „Kinder können in entscheidenden Momenten ruhig handeln, Verantwortung übernehmen und dadurch echte Hilfe leisten.“
Medizinischer Notfall? So wählt man den Notruf
Der Notruf 112 ist in Deutschland die zentrale Nummer für medizinische Notfälle und Brände. Wer mit der Rettungsstelle telefoniert, sollte versuchen, Ruhe zu bewahren und präzise auf die Fragen der Leitstelle zu antworten. Wichtig: Nicht auflegen - die Leitstelle beendet das Gespräch.
Die Antworten auf die fünf W-Fragen geben der Rettungsstelle die wichtigsten Informationen:
- Wo ist der Unfall geschehen?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte gibt es?
- Welche Art von Verletzungen haben sie?
- Warten auf Rückfragen der Notrufzentrale!
Unterschied zwischen 110 und 112
- Die 112 verbindet den Anrufer direkt mit der zuständigen Rettungsleitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst und ist die richtige Wahl bei medizinischen Notfällen oder Bränden.
- Mit der 110 erreicht man ausschließlich die Polizei. Diese Nummer ist für Notfälle wie Gewalt, Bedrohung, Diebstahl, Einbruch oder Verkehrsunfälle ohne Verletzte zuständig.
Beide Nummern sind kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. (set)
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