S5-Sperrung: Betrunkener löst Großeinsatz der Hamburger Polizei aus
Ein betrunkener Mann begibt sich in eine gefährliche Situation im Gleisbereich eines S-Bahnhofs in Hamburg, sodass die Polizei einschreiten muss. (Symbolbild) Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Mann mit 2,70 Promille setzt sich im Hamburger S-Bahnhof auf eine Stromschienen-Abdeckung – die Polizei muss eingreifen. Wie die Situation glimpflich ausgeht.
Hamburg. Ein stark alkoholisierter Mann hat im Hamburger S-Bahnhof Holstenstraße einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Der 23-Jährige hielt sich am Donnerstagabend im Gleisbereich auf und setzte sich nach Angaben der Bundespolizei auf die Abdeckung einer Stromschiene.
Eine Bahnreisende bemerkte die gefährliche Situation und alarmierte die Polizei, nachdem der Mann auf ihre Ansprache nicht reagiert hatte. Die Bundespolizei ließ daraufhin die Stromversorgung auf den betroffenen Gleisen kurzzeitig abschalten und den Streckenabschnitt sperren.
S-Bahn hielt nur wenige Meter vor dem Mann
Eine Videoauswertung bestätigte den Gleisaufenthalt. Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei trafen den Mann noch im Gleisbereich an. Nur wenige Meter vor ihm stand bereits eine eingefahrene S-Bahn der Linie 5 in Richtung Elbgaustraße. Der Zugführer konnte den Zug nach eigenen Angaben ohne Schnellbremsung regulär stoppen.
Die Beamten führten den Mann aus dem Gleisbereich. Dabei habe er nur zusammenhanglose Aussagen gemacht und deutliche Anzeichen einer starken Alkoholisierung gezeigt. Ein Atemalkoholtest ergab später 2,70 Promille. Der 23-Jährige wurde in Schutzgewahrsam genommen und nach dem Ausnüchtern wieder entlassen.
Bundespolizei warnt vor Lebensgefahr an Stromschienen
Die Bundespolizei leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Aufenthalts im Gleisbereich ein. Zugleich warnte sie erneut vor den Gefahren an Bahnanlagen. Die Stromschienen im S-Bahn-Bereich führen nach Angaben der Polizei 1.200 Volt Gleichstrom, eine Berührung könne lebensgefährlich sein.
HVV-Bus und Transporter kollidieren – mehrere Verletzte
Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus des HVV und einem Kleintransporter auf der Hoheluftchaussee in Hamburg-Nord sind am Freitagvormittag mehrere Menschen verletzt worden, darunter eine Frau schwer. Sie wurden vor Ort notärztlich versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Die Fahrer wurden nach ersten Erkenntnissen der Polizei leicht verletzt.
Laut Feuerwehr seien einer ersten Sichtung nach insgesamt sechs Menschen im Bus als leicht und eben ein weiterer Mensch als schwer verletzt eingestuft worden. Insgesamt sollen 80 Fahrgäste untersucht worden sein.
Hoheluftchaussee musste gesperrt werden
Die Hoheluftchaussee blieb in Richtung stadteinwärts vorübergehend gesperrt. Polizeiangaben zufolge fuhren die beiden Fahrzeuge am Vormittag in dieselbe Richtung, als der Transporter plötzlich wendete und es zum Zusammenstoß kam. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 40 Einsatzkräften vor Ort.