Zähl Pixel
Neuordnung

Forschungsinstitut Büsum vor ungewisser Zukunft

Auch mit Kegelrobben beschäftigt sich das Institut. (Symbolbild)

Auch mit Kegelrobben beschäftigt sich das Institut. (Symbolbild) Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Nach dem Weggang der Institutsleiterin muss das Wildtierforschungsinstitut in Büsum umstrukturiert werden. Was das für die Mitarbeitenden und die Projekte bedeutet, ist noch unklar.

Von dpa 04.08.2026, 17:25 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Büsum/Hannover. Der Büsumer Standort des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung steht vor einer unsicheren Zukunft. Nach dem Weggang der früheren Institutsleiterin Ursula Siebert an die FU Berlin müssten Projekte neu organisiert und Beschäftigte versorgt werden, sagte der Präsident der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), Klaus Osterrieder, der Deutschen Presse-Agentur. Die Stiftung ist Träger des Instituts. Zuvor hatte der NDR berichtet.

„Wir ordnen das neu und werden Forschung, Lehre, Dienstleistung weitermachen“, sagte der Virologe. Das Institut bleibe integraler Bestandteil der Tierärztlichen Hochschule und werde nicht geschlossen. Aktuell könne er aber noch nicht sagen, ob der Standort in Büsum vor dem Aus stehe. „Wir müssen in der Reihenfolge Projekte angucken, zusammen mit den Mitarbeitenden Lösungen erarbeiten und dann werden wir die nötige Kreativität walten lassen, damit wir in diesem Forschungsgebiet und in diesem Dienstleistungsgebiet weitermachen können.“

Mietvertrag gekündigt

„Wir haben in Büsum eine Präsenz seit 15 Jahren. Wir haben da Mietobjekte und eines der Mietobjekte ist in der Tat gekündigt worden zum 31. März“, sagte Osterrieder.

In Büsum gibt es knapp 50 Mitarbeitende. Sie beschäftigen sich nach Institutsangaben mit Seehunden, Kegelrobben, Schweinswalen, Delfinen, Fischottern, Eiderenten, Pott- und Zwergwalen. Tot geborgene oder erlöste Robben und Wale werden zur pathologischen Untersuchung nach Büsum gebracht. Eine Rolle spielte das Institut auch im Zusammenhang mit dem mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwal Timmy.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel