Zähl Pixel
Energiepolitik

Grüne: Reiches Politik verhindert günstige Strompreise

Die Grünen erwarten, dass der Ausbau von Erneuerbaren und Speichern die Energiepreise drückt. (Archivbild)

Die Grünen erwarten, dass der Ausbau von Erneuerbaren und Speichern die Energiepreise drückt. (Archivbild) Foto: Sina Schuldt/dpa

Die Wirtschaftsministerin peilt sinkende Kosten für Verbraucher ab Mitte der 2030er Jahre an. Nicht mit Gas, kontert Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden.

Von dpa 07.08.2026, 04:35 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Berlin. Die Grünen kritisieren die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geäußerte Erwartung sinkender Strompreise als unredlich. „Sie selbst sorgt durch den weiteren Ausbau fossiler Gaskraftwerke für gefährliche Abhängigkeit von teuren fossilen Energien“, sagte Fraktionsvize Julia Verlinden der Deutschen Presse-Agentur. Nötig sei stattdessen ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien und Speicher. 

„Erneuerbare sind der Garant für günstige Strompreise“, meinte die Grünen-Politikerin. Kalifornien und Spanien machten vor, wie man teures Gas ersetzen könne. „Die Energieministerin verhindert günstigen Strom, wenn sie Menschen Steine in den Weg legt, die Solaranlagen auf ihren Dächern installieren wollen und wenn sie zugleich die Netzbetreiber nicht angemessen in die Pflicht nimmt, die Netze endlich fit für mehr erneuerbaren Strom zu machen“, sagte Verlinden.

Reiche hatte der dpa gesagt, sie rechne mittelfristig mit sinkenden Strompreisen in Deutschland - allerdings werde dies erst Mitte der 2030er Jahre spürbar werden. Die CDU-Politikerin wies außerdem Kritik zurück, mit ihren Reformplänen werde die Energiewende ausgebremst.

Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden kritisiert Wirtschaftsministerin Reiche. (Archivbild)

Grünen-Fraktionsvize Julia Verlinden kritisiert Wirtschaftsministerin Reiche. (Archivbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel