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Ohne Zverev: Davis-Cup-Team dicht vor Sieg gegen Peru

Yannick Hanfmann freute sich über seinen Sieg in der Begegnung mit Peru.

Yannick Hanfmann freute sich über seinen Sieg in der Begegnung mit Peru. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Überzeugender Auftakt des deutschen Davis-Cup-Teams: Auch ohne Zverev führt die Auswahl gegen Außenseiter Peru 2:0. Die Entscheidung kann schon im Doppel fallen.

Von Kristina Puck, dpa Freitag, 06.02.2026, 18:00 Uhr

Düsseldorf. Auch ohne den deutschen Ausnahmekönner Alexander Zverev steht das Davis-Cup-Team dicht vor dem Einzug in die zweite Qualifikationsrunde. Zum Auftakt der neuen Saison in dem prestigeträchtigen Nationen-Wettbewerb führt die Tennis-Auswahl nach den ersten beiden erfolgreichen Einzeln gegen Außenseiter Peru souverän mit 2:0.

Damit geht der Gastgeber in Düsseldorf mit der optimalen Ausgangsposition in den entscheidenden Tag des Duells. Bereits das in der Regel verlässliche Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz kann am Samstag (13.00 Uhr/kostenloser Stream auf tennis.de) den noch fehlenden dritten Punkt für den Gesamterfolg klarmachen. Im Falle einer überraschenden Niederlage des Duos würden zwei weitere Chancen in Einzeln verbleiben, um den Gesamterfolg zu sichern.

Alles andere als Zittern zum Auftakt

Am Eröffnungstag kamen weder im Einzel von Yannick Hanfmann noch von Jan-Lennard Struff Zweifel am deutschen Sieg auf. Im ausverkauften Düsseldorfer Castello legte vor rund 3.000 Zuschauern zunächst Hanfmann mit einem 6:4, 6:4 gegen Gonzalo Bueno vor. Struff nutzte die Vorlage mit einem 6:4, 6:2 gegen Juan Pablo Varillas zur beruhigenden Führung. 

Auch ohne Spitzenspieler Zverev, der nach seinem verlorenen Halbfinal-Drama bei den Australian Open diesmal nicht dabei ist, treten die Deutschen als klarer Favorit an. Die peruanische Nummer eins, Ignacio Buse, ist der einzige Spieler seines Landes unter den Top 200, war aber für das Einzel am Eröffnungstag nicht nominiert. 

„Ein toller Start“, resümierte Hanfmann. Sein Teamkollege Struff war bei seinem Auftritt in nur 75 Minuten sogar noch eine Viertelstunde schneller fertig. Struff ließ Varillas zwar nach einem schnellen 3:0 im ersten Satz wieder ran kommen, ließ sich aber davon nicht irritieren und bewahrte die Ruhe. Zwei Breaks zum 3:2 und 5:2 entschieden den zweiten Durchgang klar.

Jan-Lennard Struff sorgte für den zweiten deutschen Punkt

Jan-Lennard Struff sorgte für den zweiten deutschen Punkt Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

„Er stand erste 60, ist ein bisschen abgefallen, war verletzt. Ich wusste, dass ich druckvoll spielen muss. Ich habe es über weite Strecken gut gemacht. Im Großen und Ganzen bin ich sehr glücklich“, fasste der 35 Jahre alte Sauerländer zusammen. „Es ist sehr schön, wieder ein Heimspiel zu haben“.

Hanfmann genoss das für Tennisprofis seltene Teamerlebnis und freute sich, seine Nervosität gemeistert zu haben. Ein Schlüssel waren seine dominanten Aufschlagspiele, bei denen er seinem 21 Jahre alten Gegner keine Chancen ließ. Hanfmann sicherte sich mit frühen Breaks zum 2:1 im ersten und 1:0 im zweiten Satz die entscheidenden Vorteile. 

„Es war emotional für mich. Die Emotionen im Davis Cup sind besonders“, sagte der 34-Jährige.„Gerade bei Indoor-Tennis ist es wichtig, so gut zu servieren. Ich glaube, das hat ihn auch frustriert“.

Erster Davis-Cup-Titel seit 1993 ist das Ziel

Mit einem Sieg würde die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes im September gegen Dänemark oder Kroatien um den Sprung zur Finalrunde der besten acht Nationen spielen. „So wie wir aufgestellt sind, so wie wir mit dem Team die letzten Jahre performt haben, rufen wir die Finalrunde auf jeden Fall als Ziel aus und trotzdem müssen wir Match für Match erst mal spielen“, hatte Teamchef Michael Kohlmann vor dem Erstrunden-Aufeinandertreffen gesagt. 

Durfte sich über einen erfolgreichen ersten Tag freuen: Teamchef Michael Kohlmann.

Durfte sich über einen erfolgreichen ersten Tag freuen: Teamchef Michael Kohlmann. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Als großes Ziel verfolgt das Team nach zwei Halbfinal-Teilnahmen in den vergangenen beiden Jahren den ersten deutschen Davis-Cup-Triumph seit 1993. Insbesondere das Ausscheiden im vergangenen November mit Topstar Zverev in der Vorschlussrunde gegen Spanien schmerzte.

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