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Fußball-Zwist

Hoeneß: WM ohne Europäer kann man „in die Tonne treten“

Hoeneß spricht in Rottach-Egern.

Hoeneß spricht in Rottach-Egern. Foto: Peter Kneffel/dpa

Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß begrüßt die Boykott-Androhung der Europäer. Zu FIFA-Boss Infantino hat er eine starke Meinung, will diese aber noch nicht äußern.

Von dpa 30.07.2026, 20:10 Uhr
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Rottach-Egern. Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat die geschlossene WM-Boykottdrohung der europäischen Fußballverbände ausdrücklich begrüßt. „Ich persönlich glaube, dass die Europäer noch gar nicht wissen, wie stark sie eigentlich sind. Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten“, sagte Hoeneß am Rande des Testspiels des FC Bayern in Rottach-Egern.

Die 55 Mitglieder der Europäischen Fußball-Union hatten zuvor Einigkeit demonstriert und geschlossen einen Boykott angedroht, wenn die FIFA und Präsident Gianni Infantino nicht von ihrem geplanten Investorendeal abrücken. „Wir lehnen den Vorschlag der FIFA, Beteiligungsrechte an der WM und anderen FIFA-Wettbewerben auf private Investoren zu übertragen, einstimmig und unmissverständlich ab“, hieß es von der UEFA.

Hoeneß: Zu früh für Nachfolgediskussion

Hoeneß betonte, er könne mit dem klaren Statement von Sportvorstand Max Eberl „gut leben“. Dieser hatte unter anderem Ekel geäußert und gesagt, er schäme sich für den neuen Einfall der FIFA. Der Weltverband hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils seiner kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen und künftig allen 211 Verbänden mehr Geld auszuzahlen.

Zu Infantino wollte sich der 74 Jahre alte Hoeneß nicht dezidiert äußern. „Ich habe ja eine spezielle, sehr starke Meinung. Aber es ist mir zu früh, die bekanntzugeben“, sagte der Bayern-Patron. Die Meinung sei „auf jeden Fall“ gegen Infantino, bestätigte Hoeneß auf eine entsprechende Nachfrage. 

Es sei auch zu früh, über mögliche Nachfolger im Amt des FIFA-Präsidenten zu sprechen. Stattdessen äußerte Hoeneß seine Hoffnung, dass Europas größte Verbände eine Art Allianz schmieden und in dieser gemeinsame Interessen vertreten könnten.

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