Hamburger Hochbahn: Hohe Kosten für neue App
Bei der Mobilitätsplattform Max kooperiert die Hamburger Hochbahn mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und jetzt auch mit der Düsseldorfer Rheinbahn. (Archivbild) Foto: David Hammersen/dpa
Die Hamburger Hochbahn entwickelt eine neue App für ihre Kunden. Das Projekt hat schon 1,8 Millionen Euro verschlungen. Jetzt sollen sich Partnerunternehmen an den Kosten beteiligen.
Hamburg. Eine geplante neue App für die Kunden der Hamburger Hochbahn hat bislang rund 1,8 Millionen Euro gekostet. Wie teuer das Projekt MAX insgesamt werden wird, konnte der Senat auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Philipp Heißner nicht sagen. Die Kosten würden maßgeblich von den Funktionalitäten der Plattform bestimmt.
Die MAX-App soll eine gemeinsame Plattform für Bus, Bahn und geteilte Mobilitätsangebote wie Carsharing sein.
Durch Kooperationen mit anderen deutschen Verkehrsunternehmen will die Hochbahn die finanziellen Lasten auf mehrere Schultern verteilen. „Ein Ziel der MAX-App ist, die Kosten, die derzeit bei der Hochbahn anfallen, auf mehrere Verkehrsunternehmen zu verteilen und damit zu einer deutlichen Senkung der Kosten bei der Hochbahn zu kommen“, erklärte der Senat.
Im vergangenen Herbst hatte das städtische Unternehmen eine Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bekanntgegeben. In der vergangenen Woche unterzeichneten die drei Unternehmen eine Absichtserklärung mit der Düsseldorfer Rheinbahn. Bei der Kooperation soll es auch um die Entwicklung von Standards für das autonome Fahren und für Vertriebssysteme gehen.
Die HVV-Switch-App wurde von der Hamburger Hochbahn entwickelt und wurde mehr als eine Million Mal heruntergeladen. (Archivbild) Foto: David Hammersen/dpa
Erfolgreiche HVV-Switch-App
Die Hochbahn hat bereits eine App für den Hamburger Verkehrsverbund entwickelt, die HVV-Switch-App, die mehr als 1,2 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Mit dieser App können Kunden Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr finden, fahrende Busse in Echtzeit erkennen, Tickets kaufen oder auch - beim Deutschlandticket - problemlos kündigen. Leihwagen, Sammeltaxis und E-Roller können ebenfalls gebucht werden.
Die neue MAX-App wurde im Juni vergangenen Jahres auf dem internationalen Mobilitätskongress UITP in Hamburg vorgestellt. Ursprünglich sollte sie im ersten Halbjahr 2026 eingeführt werden. Inzwischen heißt es lediglich, über die Einführung und zukünftige Entscheidungsstrukturen werde derzeit beraten.