Zähl Pixel
2036, 2040 oder 2044?

Kiel wirbt für Olympia – Bürger stimmen am 19. April ab

„Am 19. April können alle Kielerinnen und Kieler mit „Jo“ für die Olympischen und Paralympischen Spiele stimmen“, sagt die Innenministerin.

„Am 19. April können alle Kielerinnen und Kieler mit „Jo“ für die Olympischen und Paralympischen Spiele stimmen“, sagt die Innenministerin. Foto: Frank Molter/dpa

Kiel will als Segelstandort bei künftigen Olympischen Spielen dabei sein. Im April stimmen die Bürger ab, ob die Stadt Sportarten ausrichten soll. Schon in wenigen Tagen beginnt die Briefwahl.

Von dpa Donnerstag, 05.03.2026, 12:15 Uhr

Kiel. Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt will sich als Segelstandort für künftige Olympische Spiele in Deutschland positionieren – ob 2036, 2040 oder 2044. „Wir alle wollen die Olympischen und paralympischen Spiele nach Kiel, nach Schleswig-Holstein holen“, sagte Innenministerin Magdalena Finke (CDU) in der Landespressekonferenz in Kiel. Daher wird mit einer Infokampagne für den bevorstehenden Bürgerentscheid geworben. 

„Am 19. April können alle Kielerinnen und Kieler mit „Jo“ für die Olympischen und Paralympischen Spiele stimmen“, betonte Finke. Die Bürgerinnen und Bürger sollen entscheiden, ob ihre Stadt gemeinsam mit einem deutschen Hauptaustragungsort Sportarten wie Segeln, Freiwasserschwimmen und Handball ausrichtet. Ab dem 9. März können sie laut Stadtangaben ihre Stimme per Briefwahl oder direkt in einem der drei Sofortabstimmungsbüros abgeben. 

Laut der Innenministerin hat das Land mit Blick auf die Austragung nicht nur in den Standort Kiel-Schilksee investiert, sondern plant zudem, das olympische Dorf mit Mitteln aus der Wohnraumförderung zu unterstützen. „Das haben wir bereits zugesagt und natürlich werden die Wohnungen später den Kielerinnen und Kielern zur Verfügung stehen“, erklärte Finke.

Das olympische Dorf soll laut Magdalena Finke mit Mitteln aus der Wohnraumförderung unterstützt werden.

Das olympische Dorf soll laut Magdalena Finke mit Mitteln aus der Wohnraumförderung unterstützt werden. Foto: Frank Molter/dpa

Oberbürgermeister hofft auf Zustimmung wie in München

Für Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ist es bereits die dritte Olympiabewerbung für Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt. „Mein Gefühl ist, diesmal wird es funktionieren“, betonte der SPD-Politiker. Auch in München hatte es einen Bürgerentscheid für eine Olympia-Austragung gegeben: Ende Oktober stimmte eine klare Mehrheit von 66,4 Prozent dafür. Kämpfer sagte: „Das würden wir auch gerne in Kiel schaffen.“ 

Die Präsidentin des Landessportverbands Schleswig-Holstein, Barabara Ostmeier, sieht Olympia als Investition in die Zukunft. „Nicht jeder wird Olympiasieger werden oder bei den Paralympics gewinnen, aber wir alle profitieren vom olympischen Geist“, sagte sie. Wer Olympia ernst meine, müsse in die Breite des Flächenlandes investieren.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Kleopatra kommt nach Hamburg

Kleopatra gilt als eine der mächtigsten Frauen in der Geschichte. Sie war die letzte Pharaonin, herrschte schlau über Ägypten und hatte drei Kinder. Eine immersive Ausstellung verrät bald noch mehr.