Mann nach Stich mit Küchenmesser tot - Nachbar vor Gericht
Mitarbeiter der Spurensicherung und eine Polizistin stehen auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in Hamburg-Bramfeld. Im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses ist in der Nacht ein 54 Jahre alter Mann mit tödlichen Verletzungen gefunden worden. Foto: Marcus Golejewski/dpa
Laute Musik dringt aus einer Wohnung. Ein Mann klingelt deswegen bei seinem Nachbarn - und ist wenig später tot. Nun beginnt der Prozess vor dem Landgericht Hamburg.
Hamburg. Ein 49-Jähriger, der seinem Nachbarn unvermittelt mit einem langen Küchenmesser in den Bauch gestochen haben soll, steht von Freitag ab 12.00 Uhr an vor dem Landgericht Hamburg. Dem Mann wird in dem Sicherungsverfahren heimtückischer Mord vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Der 49-Jährige soll seinen Nachbarn am 30. Juni vergangenen Jahres erst mit Pfefferspray attackiert und dann auf ihn eingestochen haben. Das Opfer sei daraufhin im Treppenhaus zusammengebrochen und an einem sogenannten Verblutungsschock gestorben. Der Mann war nach frühen Polizeiangaben 54 Jahre alt.
Der Grund: zu laute Musik
Zu dem Aufeinandertreffen der beiden Männer an der Wohnungstür im Stadtteil Bramfeld soll es gekommen sein, weil der Angeklagte in seiner Wohnung laute Musik spielte, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
Nach vorläufiger Einschätzung eines Sachverständigen handelte der 49-Jährige im Zustand der Schuldunfähigkeit. Im Sicherungsverfahren kann die Öffentlichkeit für die Hauptverhandlung oder für einen Teil davon ausgeschlossen werden (Aktenzeichen 602 Ks 12/25).