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Nach Wolfssichtung

Minister: „Es wird kein Wolfsrudel in Hannover geben“

Die Wolfspopulation wächst und damit steigt die Chance, einem Tier auch in der Stadt zu begegnen. (Symbolbild)

Die Wolfspopulation wächst und damit steigt die Chance, einem Tier auch in der Stadt zu begegnen. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Ein Wolf mitten in der niedersächsischen Landeshauptstadt – das sorgt für Unruhe. Umweltminister Christian Meyer gibt Einordnung und Entwarnung zugleich.

Von dpa 06.11.2025, 15:55 Uhr
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Hannover. Ein Wolf mitten in Hannover? Eine mutmaßliche Sichtung sorgt in der Landeshauptstadt für Gesprächsstoff, Umweltminister Christian Meyer gibt jedoch Entwarnung: „Es wird kein Wolfsrudel in Hannover geben“, sagte der Grünen-Politiker nach einem Dialogforum „Weidetierhaltung und Wolf“ mit Vertretern der Landwirtschafts- und Umweltschutzverbände. „Weil dafür ist die Nahrungsgrundlage nicht da, weder von Nutztieren noch von Wildtieren“, fügte er hinzu.

Das Tier, das offenbar am Montagabend durch Hannover streifte, sei vermutlich ein junges Tier gewesen und inzwischen weitergezogen. „Jedenfalls sind keine Meldungen mehr da“, sagte Meyer. Der Wolf sei wahrscheinlich auf Nahrungssuche gewesen – in Hannover gebe es viele Grünflächen, der Wolf sei aber nicht auf Menschen fixiert.

„Der Wolf ist eben hier auch heimisch“

Mit einer wachsenden Wolfspopulation müsse man damit rechnen, dass Tiere gelegentlich auch Städte durchqueren, sagte der Minister. „Der Wolf ist eben hier auch heimisch.“ Es komme zum Beispiel häufiger vor, dass Wölfe nachts durch die Walsroder Innenstadt liefen, es gebe Aufnahmen davon.

Bislang habe es in Deutschland aber keinen Angriff eines Wolfs auf einen Menschen gegeben, betonte Meyer. Eine Sichtung in einer Großstadt sorge zwar für große Aufmerksamkeit, sei aber „auch nicht ganz ungewöhnlich“. Aus Sicht des Wolfs sei es „eine gewisse Normalität“.

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