Mops-Hündin Jinny Lu ist „hässlichster Hund der Welt“
Hässlicher geht’s nicht, befanden die Juroren - und kürten Jinny Lu zur Siegerin. Foto: Noah Berger/AP/dpa
Bei diesem Wettbewerb sind Underdogs die Sieger: In Kalifornien ist wieder der Titel „World’s Ugliest Dog“ vergeben worden. Eine Mops-Hündin stach die vierbeinige Konkurrenz locker aus.
Santa Rosa. Eine schief heraushängende Zunge, Glupschaugen und Falten im Gesicht: eine Mops-Hündin namens Jinny Lu hat es damit zu der Auszeichnung „hässlichster Hund der Welt“ gebracht. Hundebesitzerin Michelle Grady kann sich nach dem traditionellen Wettbewerb im nordkalifornischen Santa Rosa nun über ein Preisgeld von 5.000 Dollar freuen.
Jinny Lu, die einst von Tierschützern in Südkorea gerettet und in die USA gebracht wurde, hatte im vorigen Jahr den zweiten Platz beim „World’s Ugliest Dog“-Wettbewerb gewonnen.
Die Besitzerin von Jinny Lu durfte sich über ein Preisgeld von 5000 Dollar freuen. Foto: Noah Berger/AP/dpa
Schiefes Grinsen, nackte Haut
Diesmal ging der zweite Rang an den zehnjährigen Pinky, eine Mischung aus Chihuahua und Zwergspitz. Der Albino-Hund mit riesigen rosa Ohren, pinkfarbener Nase und wässrigblauen Augen, der früher im Tierheim an einer Hautkrankheit litt, nahm zum ersten Mal an dem Wettbewerb teil - und holte auf Anhieb ein Preisgeld von 3.000 Dollar.

Der kuriose Wettbewerb wird seit 50 Jahren in Kalifornien ausgetragen. Foto: Noah Berger/AP/dpa
Auf Platz Drei schaffte es der zweijährige Chihuahua-Mischling Otto, der mit einer beidseitigen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren wurde. Mit seinem schiefen Grinsen punktete Otto aus dem US-Bundesstaat Oklahoma wohl bei den Juroren. Sein Auftritt wurde mit 2000 Dollar belohnt.

Das schräge Grinsen hat die Chancen von Otto wohl verbessert. Foto: Noah Berger/AP/dpa
Zu den Anwärtern gehörten unter anderem eine Französische Bulldogge mit starkem Unterbiss, ein Chinesischer Schopfhund mit schiefer Zunge und verbogenen Hinterbeinen, ein fast haarloser Dackelmischling oder die aus Polen angereiste Hündin Klara, mit struppigem Fell und schief sitzendem Kopf.
Um einen Platz auf dem Sieger-Treppchen zu sichern, mussten sich die Vierbeiner auf einer Bühne vor klatschenden Zuschauern präsentieren. Eine Gruppe von Juroren stimmte dann ab, wobei Aussehen, Persönlichkeit und die Reaktion des Publikums in ihre Entscheidung einflossen.
Siegerauftritt in der Morning-Show
Auf die Gewinnerin Jinny Lu kommt noch ein weiterer Auftritt zu. Neben der Siegerprämie wird Hund und Frauchen auch ein Flug nach New York spendiert, wo der Champion im Morgenmagazin des Senders NBC präsentiert wird.
Man wolle sich bei dem Wettbewerb nicht über die „hässlichen“ Hunde lustig machen, sondern vielmehr ihre liebenswerten und schönen Seiten herausstellen, erklärten die Organisatoren des seit 50 Jahren ausgetragenen Events. Viele der Vierbeiner stammen aus Tierheimen. Mit der Aktion wird auch dazu aufgerufen, ausgesetzten Tieren ein neues Zuhause zu geben.

Otto schaffte es auf den dritten Platz. Foto: Noah Berger/AP/dpa

Klara aus Polen hatte die weiteste Anreise nach Kalfornien. Foto: Noah Berger/AP/dpa

Poppy hatte statt Kuschelfell viel nackte Haut zu bieten. Foto: Noah Berger/AP/dpa