Staatsschutz

„Nazi“-Schmiererei an Haus von AfD-Jugendvorständin

Musste sich nach Undercover-Filmaufnahmen vor der Parteispitze erklären: AfD-Jungpolitikerin Julia Gehrckens. (Archivbild)

Musste sich nach Undercover-Filmaufnahmen vor der Parteispitze erklären: AfD-Jungpolitikerin Julia Gehrckens. (Archivbild) Foto: Markus Scholz/dpa

Schwarze Farbe an Haus und Auto, platte Reifen: Nach einem Angriff ermittelt der Staatsschutz. Die AfD-Jungpolitikerin war zuvor negativ aufgefallen.

Von dpa 15.05.2026, 16:10 Uhr

Winsen. Das Wohnhaus und ein Auto einer AfD-Kommunalpolitikerin sind in Winsen Ziel eines mutmaßlich politisch motivierten Angriffs geworden. Bei der Betroffenen handelt es sich nach Angaben der AfD Niedersachsen um Julia Gehrckens. Die Kommunalpolitikerin ist stellvertretende Vorsitzende des AfD-Kreisverbands Harburg-Land und gehört dem Vorstand der neuen AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland an.

Die Fassade des Einfamilienhauses und der davor geparkte Wagen wurden in der Nacht zum Mittwoch mit schwarzer Farbe beschmiert, wie die Polizei mitteilte. An die Hauswand sei unter anderem das Wort „Nazi“ gesprüht worden. Außerdem sei Luft aus mehreren Reifen des Autos gelassen worden.

Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei ermittle wegen Sachbeschädigung und Beleidigung. Weitere Angaben zum Hintergrund machten die Ermittler mit Verweis auf laufende Ermittlungen zunächst nicht. Die Schadenshöhe war zunächst unklar.

AfD spricht von Einschüchterung

AfD-Landeschef Ansgar Schledde sprach von einem „mutmaßlich linksextrem motivierten Angriff“ und einem „feigen Einschüchterungsversuch“. „Wer einen von uns angreift, greift alle von uns an.“ Schledde warf der Linkspartei im Kreis Harburg zudem vor, mit früheren Aktionen gegen Gehrckens zu einer „Eskalation im politischen Klima“ beigetragen zu haben.

Nach Angaben der AfD Niedersachsen wurden für Gehrckens inzwischen Spenden gesammelt. Wie der Landesverband auf Instagram mitteilte, kamen dabei mehr als 5.500 Euro zusammen.

Gehrckens war zuletzt selbst parteiintern in die Kritik geraten. Der niedersächsische AfD-Landesverband hatte bestätigt, dass gegen sie eine Rüge ausgesprochen worden war. Hintergrund waren Äußerungen, die durch Recherchen von RTL und „Stern“ bekanntgeworden waren. Gehrckens soll dabei unter anderem Pforzheim als „gottlose Kanaken-Stadt“ und Linke als „geisteskrank“ bezeichnet haben. Weiterhin soll sie die Behauptung bestätigt haben, die Banken in Amerika würden den Juden gehören – „das stimmt halt auch“.

Gehrckens hatte die Äußerungen später bedauert. Vom AfD-Landesverband erhielt sie eine Rüge.

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Carl-Heinz Thor Straten Wolf
16.05.202608:32 Uhr

Wow, tolle Rechtschreibkenntnisse in den Kommentaren.

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Heiko Kania
15.05.202619:05 Uhr

Da fällt mir sofort das uralte Sprichwort ein "Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!"

H
Heiko Kania antwortete am
15.05.202622:38 Uhr

@MVA: Tut mir leid, mir ist es nicht möglich dem zu folgen, was Sie hier schreiben.

M
Michael Von Allwoerden antwortete am
15.05.202621:45 Uhr

Das gibt ihn Herr Kania doch nicht das recht sowas für gut zufinden.Nur weil sie ein Problem mit Herr Wiegers haben! Sowas kann jederzeit ihn ja auch passieren(hoffen wir es nicht) würden sie es dann auch noch gut finden,weil ihre persönliche Meinung den Personen nicht gefällt?
Es sollte noch JEDER sein Meinung frei sagen dürfen ,ihn Deutschland ein freies Land.

H
Heiko Kania antwortete am
15.05.202619:40 Uhr

@MVA - Ich beziehe mich auf: Helmut Wiegers antwortete am 14.04.202619:57 Uhr Gegenfrage Herr Kania: Warum sollte man SPD-Kandidaten wählen, die das gewonnen Mandat nicht annehmen (...)? Eine "Messerattacke" auf Sie persönlich hat es nicht gegeben. Verletzt worden sind Sie auch nicht. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. // Teile des Kommentars von der Redaktion gelöscht - bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. TAGEBLATT online

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Michael Von Allwoerden antwortete am
15.05.202619:27 Uhr

Na dann kann es ja auch bei anderen Partei gemacht werden?JEDER der sowas macht igal bei wenn sollte nicht nur mit einer Geldstrafe davon kommen.

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