Neues Disziplinarrecht

Niedersachsen will Verfassungsfeinde schneller entlassen

Das Grundgesetz steht für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, zu der sich Beamtinnen und Beamte verpflichten müssen. (Symbolbild)

Das Grundgesetz steht für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, zu der sich Beamtinnen und Beamte verpflichten müssen. (Symbolbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Mit einer Gesetzesnovelle will Niedersachsen extremistische Beamtinnen und Beamte rascher aus dem Staatsdienst entfernen. Auch Anfragen beim Verfassungsschutz sollen erleichtert werden.

Von dpa 17.06.2025, 15:45 Uhr

Hannover. Mit einer Novelle des Disziplinargesetzes will die niedersächsische Landesregierung Verfassungsfeinde künftig schneller aus dem öffentlichen Dienst entfernen. Das Kabinett gab den Gesetzentwurf zur Anhörung der Verbände frei. Nach den Plänen sollen schwerwiegende Disziplinarmaßnahmen wie die Entfernung aus dem Dienst oder die Aberkennung des Ruhegehalts künftig direkt von den Disziplinarbehörden per Verfügung ausgesprochen werden. 

„Extremistinnen und Extremisten haben im Staatsdienst nichts verloren“, sagte Innenministerin Daniela Behrens (SPD). Die Möglichkeit, gegen die Entscheidungen gerichtlich vorzugehen, bleibt bestehen. Zudem sollen die Behörden Auskünfte beim Verfassungsschutz einholen können, wenn es Anhaltspunkte für fehlende Verfassungstreue gibt. Hintergrund sind laut Behrens eine wachsende Zahl von Extremisten und die mögliche Relevanz der AfD-Einstufung durch den Verfassungsschutz.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Legende beim HSV: Kevin Keegan ist tot

Beim HSV und beim FC Liverpool reifte Kevin Keegan zum Weltstar. Überall verehrten ihn die Fans, selbst als Sänger machte er eine gute Figur. Nun ist das Fußball-Idol gestorben.

Polizei hebt illegales Spielkasino aus

Bei einer nächtlichen Razzia in Hessisch Oldendorf hat die Polizei ein illegales Spielkasino entdeckt. Fünf Spielautomaten und Bargeld wurden sichergestellt.