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Roboter-Wettkampf

Roboter in China knacken Weltrekorde beim Sprint

Roboter „Blitz“ hatte bereits im Vorfeld den 100-Meter-Rekord von Usain Bolt unterboten.

Roboter „Blitz“ hatte bereits im Vorfeld den 100-Meter-Rekord von Usain Bolt unterboten. Foto: Johannes Neudecker/dpa

Ein Roboter aus China rennt zum Auftakt einer Weltmeisterschaft die 100 Meter schneller als Usain Bolt. Auch auf 400 Metern sind die humanoiden Roboter schneller als jeder Mensch.

Von dpa 23.08.2026, 11:20 Uhr
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Peking. Roboter aus China haben Weltrekorde von Menschen im Sprint übertroffen: So rannte ein Roboter beim Auftakt der World Humanoid Robot Games (Weltmeisterschaften humanoider Roboter) beim Sprint über 100 Meter in nur 9,39 Sekunden ins Ziel - und war damit schneller als der Rekordhalter Usain Bolt, der 9,58 Sekunden für dieselbe Strecke brauchte. Der Lauf in Peking sorgte für Aufregung.

Am Sonntag knackte ein humanoider Roboter mit 39,70 Sekunden auch den Weltrekord für die 400-Meter-Strecke. Die vorherige Bestzeit von 43,03 Sekunden wurde vom Südafrikaner Wayde van Niekerk bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro aufgestellt. Im Anschluss an ihren Sprint prallten die Roboter spektakulär in eine Schutzwand. 

Die Roboter waren nach ihrem Lauf an einer Schutzwand abgeprallt.

Die Roboter waren nach ihrem Lauf an einer Schutzwand abgeprallt. Foto: Johannes Neudecker/dpa

Ein Roboter des chinesischen Smartphone-Herstellers Honor hatte im Vorfeld sogar mit 9,32 Sekunden die Bestmarke des Jamaikaners geschlagen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete. Honors Robotermodell mit dem Namen „Blitz“ hatte im April bereits die von einem Menschen gelaufene Bestzeit im Halbmarathon über rund 21 Kilometer mit 50 Minuten und 26 Sekunden deutlich unterboten. Bis zum 26. August sollen in der olympischen Eisschnelllaufhalle in Peking weitere Roboter bei der zweiten Ausgabe der Roboter-Weltmeisterschaft in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. 

Roboter sind für Peking Zukunftsindustrie

Bei der Roboter-WM nehmen laut Angaben der Organisatoren über 660 Teams mit insgesamt mehr als 2.000 Robotern aus 16 Ländern teil. Die meisten Teams kommen aus China und stammen von Unternehmen und Universitäten. Zu den 51 Disziplinen zählen Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis, Fußball, aber auch alltagsnahe Szenarien wie Haushaltsaufgaben, Rettungseinsätze und Fertigungslinien, an denen die Ingenieure ihre Roboter antreten lassen wollen. 

Bei der Roboter-Weltmeisterschaft gibt es auch Disziplinen wie Springen.

Bei der Roboter-Weltmeisterschaft gibt es auch Disziplinen wie Springen. Foto: Johannes Neudecker/dpa

Roboter-Wettkämpfe werden bereits seit über zehn Jahren in China ausgetragen. Doch selbst noch vor einem Jahr waren die Fortschritte der humanoiden Roboter deutlich weniger spektakulär. Beim ersten Pekinger Halbmarathon für Roboter im April 2025 musste etwa ein Großteil der Maschinen noch von Ingenieuren begleitet werden. Einige stürzten zudem bereits an der Startlinie oder prallten gegen Absperrungen. Ein Jahr später erreichten bereits 47 Roboter die Ziellinie.

Der sportliche Wettkampf ist dabei vor allem eine Bühne für die technologischen Errungenschaften der Branche. Chinas Regierung hat die Entwicklung sogenannter verkörperter Künstlicher Intelligenz als Zukunftsindustrie festgelegt. Viele Firmen und Universitäten investieren viel in die Forschung und den Bau humanoider Roboter. Einige Firmen wollen deshalb an die Börse, um Geld bei Investoren einzusammeln. Jüngst machte der Roboterbauer Unitree mit seinem rasanten Börsenstart auf dem Parkett in Shanghai Schlagzeilen, nachdem die Aktie bei ihrem Debüt 629 Prozent in die Höhe geschnellt war.

Auch andere Hardware- und KI-Unternehmen aus Bereichen wie Halbleitern und Robotik, die Peking gezielt fördert, hatten zuvor starke Börsengänge hingelegt. China will damit technologische Abhängigkeiten vom Ausland verringern und neue Wachstumsmotoren aufbauen. Vor allem die USA sind ebenfalls führend in der Entwicklung humanoider Roboter. 

China investiert viel Geld in die Entwicklung humanoider Roboter.

China investiert viel Geld in die Entwicklung humanoider Roboter. Foto: Johannes Neudecker/dpa

Der Trend ist mittlerweile auch für Firmen aus anderen Branchen interessant geworden, die nun in der Robotik mitmischen. Manche Experten vermuten bereits, dass dies am Ende zu Überangebot und Rabattschlachten führen könnte. Eine ähnliche Entwicklung hatte es in China bereits in der Elektroauto-Industrie gegeben.

Auch beim 400-Meter-Lauf sind die Roboter mittlerweile schneller als jeder Mensch zuvor.

Auch beim 400-Meter-Lauf sind die Roboter mittlerweile schneller als jeder Mensch zuvor. Foto: -/kyodo/dpa

Bei den Roboter-Spielen wurden auch Kampfwettbewerbe ausgetragen.

Bei den Roboter-Spielen wurden auch Kampfwettbewerbe ausgetragen. Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Auch humanoide Roboter können K.O. gehen.

Auch humanoide Roboter können K.O. gehen. Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa

Kräftemessen unter Robotern beim „Free Combat“-Wettbewerb der World Humanoid Robot Games in Peking

Kräftemessen unter Robotern beim „Free Combat“-Wettbewerb der World Humanoid Robot Games in Peking Foto: Achmad Ibrahim/AP/dpa

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