Unfälle

Schulgebäude in Nigeria stürzt ein - mindestens 22 Tote

Das Gebäude stürzte während des Unterrichts ein.

Das Gebäude stürzte während des Unterrichts ein. Foto: ---/AP/dpa

Bangen und Ungewissheit nach dem Einsturz einer Schule in Nigeria. Mindestens 22 Menschen sind tot, die meisten von ihnen Kinder. Die Bergungsarbeiten dauern an.

Von dpa 13.07.2024, 15:30 Uhr

Abuja. Rettungskräfte suchen nach dem Einsturz eines zweistöckigen Schulgebäudes in Nigeria fieberhaft nach Überlebenden. Bis Samstagmittag konnten weitere 73 Menschen aus den Trümmern geborgen werden, teilte das Nigerianische Rote Kreuz auf der Plattform X mit. Die Behörden des westafrikanischen Landes hatten am Freitagabend mitgeteilt, dass bei dem Einsturz im Bundesstaat Plateau mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen seien, unter ihnen vor allem Schülerinnen und Schüler.

Die genaue Zahl der Opfer sei weiterhin unbekannt. Die Regierung des Bundesstaates ordnete am Samstag eine dreitägige Trauerzeit um die Opfer des Unglücks an. Außerdem wurde die sofortige Schließung der Schule angeordnet. 

Insgesamt mehr als 200 Verletzte geborgen

Die Verletzten seien mit unterschiedlich schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Derzeit dauere die Suche nach einem Kind und einer Lehrkraft an. Am Abend konnten 132 Verletzte geborgen werden. Wie der Beauftragte für Information und Kommunikation des zentralen Bundesstaates Plateau, Musa Ibrahim Ashoms, bestätigte, hatte sich das Unglück während des Schulunterrichts an der Saint Academy Secondary School in der Stadt Jos ereignet. In dem eingestürzten Teil des Gebäudes befanden sich den Angaben zufolge rund 200 Schülerinnen und Schüler.

Zu dem Einsturz des zweistöckigen Gebäudes kam es nach tagelangen Regenfällen in der Region. Die Behörden kündigten eine Untersuchung der genauen Einsturzursachen an. 

In den vergangenen Jahren kam es in Nigeria wiederholt zu größeren Gebäudeeinstürzen mit vielen Todesopfern. Die meisten lassen sich auf mangelhafte Bauweise, minderwertige Materialien und Korruption zurückführen.

Der Großteil der Opfer sind Schülerinnen und Schüler.

Der Großteil der Opfer sind Schülerinnen und Schüler. Foto: ---/AP/dpa

Rettungskräfte versuchen weiter, Verschüttete zu bergen.

Rettungskräfte versuchen weiter, Verschüttete zu bergen. Foto: ---/AP/dpa

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Von Koalas und Kobolden: Wenn KI den Urlaub plant

Sie werden nie müde und kennen angeblich jeden Geheimtipp: KI-Assistenten erobern die Urlaubswelt. Die digitalen Helfer sind immer höflich und meistens hilfreich – aber manchmal auch herrlich daneben.

Hitlers Geburtshaus zur Polizeiwache umgebaut

Das Gebäude im österreichischen Braunau war jahrzehntelang Anziehungspunkt - für Touristen, aber auch für Neonazis. Der Umbau und die neue Nutzung sollen nun für geringe Attraktion sorgen.

Ein Rücktritt und viele offene Fragen

Sieben Tage bleiben Merz und Söder noch, um einen Nachfolger für Jens Spahn zu finden - und vielleicht andere Personalien zu klären. Wahrscheinlich wird es schneller Klarheit geben.

Wadephul in Nigeria: Warum Afrika wichtig ist

Am dritten Tag seiner Afrikareise stehen für den deutschen Außenminister in Nigeria politische Gespräche im Mittelpunkt. Er will die Beziehungen zu der Führungsmacht in Westafrika ausbauen.