LKA im Vogelpark: Schwerer Verdacht – und jetzt eine Insolvenz
Der Vogelpark Niendorf wurde von der Polizei durchsucht. (Symbolbild) Foto: Marijan Murat/dpa
Wurden mit seltenen Vögeln illegale Geschäfte gemacht? Drei Verdächtige geraten schnell ins Visier der Ermittler.
Timmendorfer Strand. Nach einer Durchsuchung wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz hat der Vogelpark Niendorf einen Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht Eutin bestätigte entsprechende Medienberichte. Eröffnet worden sei das Verfahren aber noch nicht.
Der Kreis Ostholstein, der als Artenschutzbehörde an dem Verfahren beteiligt ist, erklärte, dass dem Vogelpark keine Zoobetriebsgenehmigung erteilt worden sei. Die Einrichtung ist mittlerweile seit mehreren Monaten geschlossen.
Ermittler des schleswig-holsteinischen Landeskriminalamts hatten den Vogelpark am Dienstag durchsucht. Die Ermittlungen richten sich nach Polizeiangaben gegen drei Beschuldigte, die verdächtigt werden, Tiere geschützter Arten illegal und ohne amtlichen Nachweis erworben, zur Schau gestellt und verkauft zu haben. Bei der Durchsuchung wurden diverse Beweismittel sichergestellt.