Vogt betont Willen der FDP zum Mitregieren im Norden
FDP-Spitzenkandidat Christopher Vogt ist überzeugt, dass seine Partei auch im nächsten Landtag gebraucht wird. (Archivbild) Foto: Georg Wendt/dpa
FDP-Fraktionschef Vogt sieht Chancen für eine Regierungsbeteiligung im Norden und wirbt für Vertrauen in seine Partei. Voraussetzung sind allerdings genug Stimmen, um weiter im Landtag zu bleiben.
Kiel. Der FDP-Fraktionschef im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Christopher Vogt, hat den Willen seiner Partei bekräftigt, im Norden künftig wieder mitzuregieren. „Unser Ziel ist, dass die schwarz-grüne Koalition keine Mehrheit mehr bekommt, und dann werden die Karten neu gemischt“, sagte Vogt der dpa.
„Ein starkes FDP-Ergebnis ist die beste Voraussetzung, dass wir wieder Regierungsverantwortung übernehmen und es zu einem Politikwechsel kommt“, so Vogt. „Ich höre auch überall im Land, dass die Leute sagen, Jamaikazeit war eine gute Zeit.“ Von 2017 bis 2022 hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) eine Regierung mit Grünen und FDP geführt, die aufgrund der Parteifarben schwarz, grün und gelb in Anlehnung an die Landesflagge Jamaikas entsprechend genannt wurde.
Vogt: Wirtschaftliche Impulse notwendig
Die FDP werbe um Vertrauen, wieder mitgestalten zu dürfen, betonte Vogt. Vor allem die Grünen hätten sich eine längere Pause in der Opposition verdient. Es müsse deutlich mehr in Bildung investiert werden. Außerdem seien wirtschaftliche Impulse für das Land nötig.
Vogt äußerte sich zuversichtlich, dass seiner Partei der Einzug in den Kieler Landtag im April 2027 wieder gelingen werde. Bei der Wahl 2022 hatte die FDP 6,4 Prozent der Wählerstimmen erreicht. „Mein Eindruck ist, dass die FDP wieder an Zustimmung zunimmt. Die Themenlage kommt einer liberalen Partei auch so sehr entgegen, wie seit Jahrzehnten nicht mehr“, sagte Vogt.
Mehr Konzentration des Staates auf Kernaufgaben gefordert
Der Staat müsse sich mehr auf die Kernaufgaben konzentrieren. „Die Themen Bildung, Sicherheit, Infrastruktur müssen deutlich gestärkt werden.“ In anderen Bereichen sollte sich der Staat wieder zurücknehmen. „Dass er sich in so viele Lebensbereiche so intensiv einmischt, ist aus meiner Sicht ein Fehler“, so Vogt. Es gebe in allen Bereichen zu viele Nachweis- und Dokumentationspflichten.