Volksbank: Kehdinger investieren in Sanierungen und Gebrauchtimmobilien
Sie freuen sich, dass die Volksbank Kehdingen gute Zahlen schreibt: Vorstandsvorsitzender Georg Alder aus Leer (Mitte) und Björn Großmann (links) und Lars Keitsch vor der Niederlassung in Drochtersen. Foto: Volksbank Kehdingen
Die Volksbank Kehdingen zieht eine positive Bilanz für 2025. Investiert wurde in Sanierungen und Gebrauchtimmobilien. Die neue Kundenhalle in Drochtersen kommt gut an.
Kehdingen. Trotz einer weiterhin angespannten Wirtschaftslage können die Volksbank Kehdingen und ihr Mutterhaus, die Ostfriesische Volksbank in Leer (OVB), auch für 2025 Zuwächse vermelden.
Sehr gut von Kunden und Mitarbeitern angenommen wird die kernsanierte und neu gestaltete Niederlassung in Drochtersen.
Empfang wie in einer modernen Hotelrezeption
Die Kunden kommen nicht mehr an lange Tresen, sondern werden wie in einer modernen Hotelrezeption empfangen und weitergeleitet zu den Beratern, die in Einzelbüros in entspannter Atmosphäre für das Kundengespräch zur Verfügung stehen. Wartezeiten können die Kunden mit einem Kaffee an der Kaffee-Bar verkürzen.
„Das ist keine Bank mehr, wie wir sie von vor zehn Jahren kennen, sondern eine moderne, den neuen Bedürfnissen der Kunden angepasste“, teilen die beiden örtlichen Leiter der Kehdinger Niederlassung der OVB, Lars Keitsch (Firmenkunden) und Björn Großmann (Privatkunden), mit.
Vorteil der Volksbank ist die Nähe zum Kunden
Die Digitalisierung nimmt immer mehr zu - das weiß auch ihr Chef Georg Alder, der im Frühjahr 2025 Holger Franz als Vorstandsvorsitzenden der OVB in Leer abgelöst hat.
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Gleichzeitig steige die Beratungsintensität, teilen die beiden Bereichsleiter vor Ort mit, die in einer Pressekonferenz gemeinsam mit Vorstand Alder die neuesten Zahlen vorlegten. „Unser Plus sind die Nähe zum Kunden, das Vertrauen in uns als Genossenschaftsbank und die damit verbundene Gemeinschaft.“
Zuwachs bei der Spezialschifffahrt
Bei den Firmenkunden ist trotz schwächelnder Konjunktur das Kreditvolumen der gesamten OVB um 7,6 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro gestiegen.
Dabei verteilten sich die Kredite der OVB auf Gewerbe, mit fast einer Milliarde Euro der größte Bereich, gefolgt von der Schifffahrt (885 Millionen Euro) und Privatkrediten (712 Millionen Euro).
Enorm sei der Zuwachs bei der Spezialschifffahrt, stellt Georg Alder fest. Vor allem Versorger für Offshore-Windparks seien gefragt.
Nachfrage bei Neubauten ist verhalten
Die Kehdinger Niederlassung hat laut Lars Keitsch ein Wachstum von 4 Prozent bei den Geschäftskrediten erreicht, aber das Volumen der Privatkredite ist um beachtliche 14,1 Prozent gestiegen.
Finanziert wurden weniger Neubauten – hier ist die Nachfrage nach wie vor verhalten – als vielmehr Gebrauchtimmobilien und vor allem Sanierungen, sagt Björn Großmann.
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So stieg auch das Vermittlungsgeschäft für gebrauchte Immobilien in Kehdingen spürbar an und erreichte wieder den Wert von 2021.
Einlagevolumen steigt in Kehdingen an
Das Einlagevolumen aus der Wirtschaft und bei den Privatkunden stagnierte in der Gesamtbank, während es in Kehdingen sogar anstieg. Den Grund für die Stagnation nennt Vorstand Georg Alder: „Das liegt vor allem an den geopolitischen Entwicklungen und dem schwankenden Dollarkurs.“
In Kehdingen lagen die Einlagen der Kunden, die sich aus Fonds, Wertpapieren und anderen Anlageformen zusammensetzen, bei knapp 300 Millionen Euro. Die OVB hat ein Einlagevolumen von mehr als 3 Milliarden Euro.
„Sehr zufrieden“ mit dem Gesamtergebnis
Insgesamt ist Vorstandsvorsitzender Georg Alder „sehr zufrieden“ mit dem Gesamtergebnis. Die OVB weist für 2025 einen Gewinn vor Steuern von rund 80 Millionen Euro aus. Das Eigenkapital lag bei 489 Millionen Euro.
Diese Zahlen seien ihm viel wichtiger als die Bilanzsumme seines Hauses, die um 1,6 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro gestiegen sei, sagt der Bankvorstand.
Denn diese Werte seien überdurchschnittlich für eine Genossenschaftsbank in der Größenordnung der OVB, die immerhin die fünftgrößte Volksbank in Niedersachsen ist.
Projekte mit 36.000 Euro unterstützt
In Kehdingen, wo 37 Menschen bei der Volksbank arbeiten, profitierten auch wieder viele Vereine und Initiativen von dem guten Ergebnis der Bank. Mehrere Projekte wurden mit mehr als 36.000 Euro unterstützt. (sal)
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