Waldbrand bedroht Hürtgenwald – Was bislang bekannt ist
Flammen breiten sich rasch aus: Mehr als 1.800 Menschen müssen mitten in der Nacht ihre Häuser verlassen. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Ein Waldbrand in Nordrhein-Westfalen rückt immer näher an Hürtgenwald heran. Gut 1.800 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, der Krisenstab ist einberufen. Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage.
Hürtgenwald. Ein großer Waldbrand bedroht die Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren. Seit Donnerstagnachmittag stehen hier etwa 25 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf etwa 400 Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen müssen deshalb ihre Häuser verlassen. Die bekannten Fakten im Überblick:
- Evakuierung: Kurz vor 4.00 Uhr entschied die Feuerwehr, den Ortsteil Gey zu evakuieren. Zuvor hatte sich nach Polizeiangaben der Wind gedreht. Die Flammen waren in der Nacht zunächst noch etwa 500 Meter vom Ort entfernt gewesen. Die Evakuierung verlief am frühen Morgen nach Angaben der Polizei bislang ohne Zwischenfälle.
- Krisenstab: Wegen der sich zuspitzenden Lage ist der Krisenstab des Kreises Düren einberufen worden. Er soll die aktuelle Lage bewerten und das weitere Vorgehen besprechen.
- Brandfläche: Rund 25 Hektar Wald sind betroffen - das entspricht etwa 35 Fußballfeldern. Die Gemeinde spricht von einer „Großschadenslage“.
- Löscharbeiten: Zahlreiche Feuerwehrleute kämpfen seit Donnerstagnachmittag gegen die Flammen. Zeitweise wurde auch ein Löschhubschrauber eingesetzt. Mit Einbruch der Dunkelheit konnte dieser zunächst nicht mehr fliegen.
Unklar ist bislang: Die Ursache des Waldbrandes ist bislang nicht bekannt. Zunächst offen ist auch, wie sich das Feuer in den kommenden Stunden entwickelt und ob weitere Ortsteile oder Gemeinden evakuiert werden müssen. Bislang wurden keine Verletzten gemeldet.
Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze. In der gesamten Gemeinde leben knapp 9.000 Menschen.